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Korrektur am Kryptomarkt: Folgt jetzt der Abverkauf?

Übersicht:

  • Gründe für den Anstieg von Bitcoin und Kryptowährungen im Jahr 2020
  • Korrektur könnte einen Bärenmarkt verursachen
  • Lohnt es sich jetzt noch in Kryptowährungen zu investieren?
  • Fazit: Korrektur ist eine logische Folge von Kursanstiegen

Kryptowährungen und digitale Assets konnten zu Beginn des Jahres 2021 einen neuen Rekord verzeichnen. Viele Projekte konnten neue Allzeithochs verzeichnen und sorgten für Euphorie bei den Anlegern. Allen voraus stand Bitcoin als die Leitwährung mit einem Höchstwert bei circa 42.000 US-Dollar. Dabei stand immer die Frage offen, wie lange der Bullenmarkt halten kann und wann eine langfristige Korrektur einsetzen würde.

Vergleicht man die jetzige Situation mit dem Verlauf aus 2017, so stellt man einige Gemeinsamkeiten fest. Damals folgte dem neuen Allzeithoch bei 20.000 US-Dollar ein Bärenmarkt, welcher sich über das ganze Jahr hinweg entwickelte. Der tiefste Kurs war damals bei etwa 3.000 US-Dollar erreicht, was einem Verlust von 85 Prozent entspricht.

Dabei spielen aktuell jedoch auch andere Gründe eine große Rolle bei der Preisbildung von Bitcoin und Kryptowährungen. Immer mehr institutionelle Anleger und Großinvestoren haben das digitale Gold entdeckt und steigen ein. Digitale Assets haben einen neuen Status als legitime Anlageklasse erreicht und treiben die Tokenisierung weiter voran. Auch die Coronakrise ist ein wichtiger Faktor, welcher sich auf die Finanzmärkte auswirkt.

Gründe für den Anstieg von Bitcoin und Kryptowährungen im Jahr 2020

Der aktuelle Bullenmarkt entwickelte sich für viele unerwartet. Denn angesichts der Coronakrise war nicht abzusehen, dass neue Gelder in die Finanzmärkte fließen werden. Vielmehr herrschte Unsicherheit, welche sich an den Märkten ausbreitet. Dies hatte, ausgelöst durch den ersten verschärften Lockdown, zu einem starken Abverkauf an den Börsen geführt.

Anschließend zeigte sich, dass die Pandemie eine Problematik für die kommenden Monate und Jahre darstellen würde. Viele Firmen mussten hohe Verluste verzeichnen und dadurch an Wirtschaftlichkeit einbüßen. Die Folge waren eine hohe Arbeitslosigkeit und ein eingeschränkter Betrieb in den Unternehmen.

Als Folge der Krise entstanden zahlreiche Hilfspakete, welche die Wirtschaft durch finanzielle Unterstützung anregen sollten. Die bereitgestellten Summen belaufen sich dabei auf mehrere Milliarden US-Dollar, welche durch die Zentralbanken in Umlauf kommen. Dieses Geld wurde anschließend wieder in den Aktienmarkt und andere Märkte investiert, was zu einer raschen Erholung führte. Auch Kryptowährungen profitierten und konnten ein starkes Wachstum verzeichnen.

Institutionelle Anleger investieren in Kryptowährungen

Auch die Nachricht, dass zukünftig PayPal den Handel mit Kryptowährungen ermöglichen soll, sorgte für positive Stimmung. PayPal gilt als eines der größten Unternehmen der Welt, welches das Bezahlen über das Internet vereinfacht. Dadurch wurden neue Anleger auf Kryptowährungen aufmerksam und der Markt reagierte mit starken Kursanstiegen. Zudem wurde PayPal selbst zu einem der wichtigsten Käufer, um für ausreichend Liquidität auf seinem Handelsplatz zu sorgen. Das Angebot war für Kunden aus den Vereinigten Staaten ab 2021 verfügbar.

Hinzu kam, dass auch Firmen aus dem Technologiebereich ein Investment in Bitcoin als sinnvoll erachteten. Beispielsweise verkündete Microstrategy, dass es einen beachtlichen Teil seines Firmenvermögens in Bitcoin investieren werde. Insgesamt handle es sich dabei um ein Investment in Höhe von 650 Millionen US-Dollar. Als einer der größten Berater zum Thema Bitcoin und Kryptowährungen hat sich auch Fidelity Digital Assets positiv über die Entwicklung ausgesprochen.

„Bitcoin ist eine Bank im Cyberspace, die von unbestechlicher Software betrieben wird und Milliarden von Menschen, die nicht die Option oder den Wunsch haben, einen eigenen Hedgefonds zu betreiben, ein globales, erschwingliches, einfaches und sicheres Sparkonto bietet. “ – Michael J. Saylor, Microstrategy

Neben den Unternehmen Sprachen sich auch Hedgefondsmanager und Großanleger für Bitcoin aus. So gab etwa Paul Tudor Jones an, etwa ein Prozent eines Portfolios in Bitcoin zu halten. Dies sei eine Vorkehrung, um einer möglichen Inflation entgegenzuwirken.

Bitcoin Korrektur 2021
Bitcoin könnte eine Korrektur bevorstehen.

Korrektur könnte einen Bärenmarkt verursachen

Insgesamt gilt eine Korrektur nach jedem Anstieg als gesund und logisch. Viele Investoren wollen ihre Gewinne realisieren und verkaufen einen Teil ihres Investments. Dies folgt zu einem Abverkauf und die Kurse sinken. Bislang konnte Bitcoin in jedem Bullenmarkt Korrekturen über 20 Prozent verzeichnen. Jedoch wurden diese anschließend wieder aufgekauft und sorgten insgesamt für einen weiteren Anstieg.

Auch Ende 2020 war der rasche Anstieg immer wieder durch kleine Rücksetzer unterbrochen worden. Diese hatten jedoch keine langfristigen Auswirkungen und Bitcoin konnte bis 42.000 US-Dollar ansteigen. Vergleicht man dies mit dem Jahrestief im März bei etwa 4.000 US-Dollar, so entspricht dies einer Verzehnfachung bzw. einem Anstieg auf 1000 Prozent.

Daher stellt sich bei vielen Anlegern die Frage, wie lange dieses Wachstum weitergehen kann. Im Jahr 2017 konnte Bitcoin von etwa 1.000 US-Dollar auf circa 20.000 US-Dollar ansteigen und somit den Kurs verzwanzigfachen.

Gründe für eine mögliche Korrektur

Ausschlaggebend für eine mögliche Korrektur sind dabei mehrere Faktoren. Die Coronakrise gilt bislang nicht als überwunden und könnte für weitere unangenehme Maßnahmen sorgen. Ähnlich wie im März 2020 könnte sich dies negativ auf die Finanzmärkte auswirken und für einen Abverkauf sorgen.

Zudem haben die Länder verkündet, neue Regulierungen in Bezug auf Kryptowährungen zu erlassen. In Bezug auf Stablecoins haben die G7-Länder bereist neue Entwürfe verfasst, welche womöglich noch im Jahr 2021 umgesetzt werden könnten. Hintergrund dabei ist die Sorge der Länder, dass Stablecoins eine Gefahr für die eigentliche Landeswährung darstellen könnten. Zudem forschen viele Zentralbanken an eigenen digitalen Staatswährungen (CBDC), welche in naher Zukunft eingeführt werden könnten.

Die bislang unklaren Regulierungen stellen eine Gefahr für den Kryptomarkt dar. Vorfälle wie die Klage der SEC gegen das Unternehmen Ripple Labs könnten somit in Zukunft keine Seltenheit mehr sein. Dadurch wären zahlreiche Unternehmen der Branche gefährdet und müssten im schlimmsten Fall den Betrieb einstellen.

Lohnt es sich jetzt noch in Kryptowährungen zu investieren?

Ob und wann eine Korrektur einsetzen wird, kann dabei niemand voraussehen. Auch wenn durch Methoden wie der Technischen Analyse die Märkte gut bewertet werden könne, so stellen sie keine Garantie dar. Viele verschiedene Faktoren wirken sich direkt auf die Kursentwicklung aus, wobei unerwartete Ereignisse immer eintreten können.

Ein Investment in Kryptowährungen sollte daher nicht auf einen einzelnen Zeitpunkt konzentriert sein. Es gilt als weitgehend unwahrscheinlich, dass Anleger die perfekten Einsteige in den Markt finden. Daher sollte der Fokus nicht auf dem richtigen Timing liegen, sondern auf der richtigen Strategie.

So kann beispielsweise ein Investment in kleinen Schritten erfolgen. Dadurch bildet sich über die Zeit ein Durchschnittspreis und das Risiko eines hohen Verlustes sinkt. Der Anbieter Bitpanda bietet seinen Kunden beispielsweise die Möglichkeit in einen Sparplan zu investieren. Bei diesem erfolgt der Kauf in regelmäßigen Zeitabständen, wobei der Prozess vollständig automatisiert ist.

„Bitcoin erinnert mich so sehr an die Internetaktien von 1999, weil das Internet noch in den Kinderschuhen steckte. Niemand wusste es zu schätzen, weil die Welt der Möglichkeiten vor uns lag.“ – Paul Tudor Jones

Auch wenn sich eine mögliche Korrektur als wahrscheinlich herausstellen sollte, so besteht dennoch die Möglichkeit zu investieren. Durch den Handel mit CFD-Produkten können Anleger auch auf sinkende Kurse setzen. Dadurch lässt sich der Bärenmarkt nutzen, um von fallenden Kursen zu profitieren. Als einer der größten Anbieter ermöglichtden eToro Handel mit Zertifikaten und Hebelwirkung. Neben Kryptowährungen finden sich dort auch zahlreiche andere Anlageklassen, wie etwa Wertpapiere und Rohstoffe.

Fazit: Korrektur ist eine logische Folge von Kursanstiegen

In den meisten Fällen, in denen der Kurs in kurzer Zeit stark ansteigt, erfolgt anschließend eine Korrektur. Dies ist auf die Psychologie der Anleger zurückzuführen, welche ihre Buchgewinne realisieren möchten. Oft fällt der Kurs dadurch und bietet die Möglichkeit, günstiger in den Markt einzusteigen. Ausschlaggebend dabei ist, welche Faktoren ein Ende des Bullenmarktes einleiten könnten.

Zu Beginn des Jahres 2021 haben sich dabei bereits mehrere Kryptowährungen auf einem sehr hohen Niveau bewegt. Jedoch lässt sich keine klare Aussage treffen, ob und wie lange der Anstieg anhalten könnte. Ähnlich wie bei einem Investment in Kryptowährungen sollte man daher auch beim Verkauf von Kryptowährungen agieren. Anstatt alle Positionen gleichzeitig zu schließen, sollte der Abverkauf ebenfalls in Tranchen erfolgen. Dadurch lassen sich Kursgewinne realisieren, jedoch bleibt man dennoch weiter im Markt investiert und kann auf weitere Gewinne hoffen.

Kryptowährungen allgemein haben sich als eine beliebte Anlageklasse etabliert. Jedoch bieten diese auch zahlreiche andere Vorteile, wodurch eine langfristige positive Entwicklung sehr wahrscheinlich ist. Viele Bereiche profitieren von der Blockchain-Technologie, wodurch die Aufmerksamkeit in Zukunft noch weiter gestärkt werden könnte. Es lässt sich jedoch auch erahnen, dass längst nicht alle Projekte einen Mehrwert bieten. Diese werden sich nach und nach zurückentwickeln und womöglich ganz verschwinden. Bei der Auswahl eines Investments sollten daher mehrere Faktoren im Vorfeld beachtet werden.

 

Über Patrick Heintz

Patrick hat seinen Fokus auf der Recherche und Analyse von erfolgsversprechenden Projekten im Bereich Kryptowährungen. Dabei ist ihm wichtig, die Thematik verständlich und aus verschiedenen Blickwinkeln zu vermitteln.

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