Ethereum Istanbul Hard Fork & Ethereum 2.0


Überblick:

  • Istanbul Hard-Fork Initialisierung am 4. Dezember 2019
  • Offiziell bestätigt vom Teamleiter der Ethereum Foundation
  • Ethereum 2.0: Umstellung von PoW auf PoS und weitere Neuerungen

Péter Szilágyi, Teamleiter der Ethereum Foundation, hat den Termin für die kommende Istanbul Hard Fork und Details zum neuen Geth-Release bestätigt.

Der Veröffentlichungstermin der Istanbul Hard Fork, der schon dreimal verschoben wurde, ist für den 4. Dezember 2019 geplant.

Ethereum 2.0 im Jahr 2020: Was sich dahinter verbirgt und warum diverse Upgrades für Ethereum notwendig sind.

Ethereum Istanbul Hard-Fork

Das letzte Konstantinopel-Update hatte sich um 48 Stunden verzögert, bevor das Roll-Out angekündigt wurde. Daher wartet die Ethereum-Community atemlos auf alle neuen Informationen hinsichtlich des bevorstehenden systemweiten Upgrades.

Es ist auch ein weiterer Schritt in Richtung Ethereum 2.0. Ethereum 2.0 soll dem Projekt zu neuem Glanz verhelfen und die weitere Existenz der Blockchain-Plattform sichern.

Hard Fork-Initialisierung: Block 9069000

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Péter Szilágyi, Ethereum Core-Developer, gab kürzlich Informationen über die Veröffentlichung von Geth v1.9.7 bekannt. In Go geschrieben, wird dies die am weitesten verbreitete Implementierung auf dem Ethereum Mainnet sein. Es ist die erste Version von Geth, die den Istanbul Fork-Block 9069000 vom Ethereum Mainnet initialisiert. Dies soll am 4. Dezember 2019 geschehen.

Die Bekanntmachung scheint als Beweis dafür zu dienen, dass die Entwicklung von Ethereum endlich eine Wendung genommen hat. Abgesehen von der Hard Fork-Initialisierung bietet das neue Release eine Reihe von wichtigen Korrekturen und Upgrades:

  • Vermeidung von nebeneinander existierenden privaten Netzwerken
  • Keine unnötigen Kopien mehr auf der Ethereum Virtual Machine
  • Behebung von Fehlern bei Ausführungen von Transaktionen

Istanbul Hard Fork – Lang erwartete Aktualisierung

Die Geschichte der Ethereum Mainnet Istanbul Hard Fork begann im Mai 2019, als Felix Lange und Péter Szilágyi das Ethereum Improvement Proposal (EIP) 2124 vorstellten. Es wurde ein Mechanismus für die Benutzer vorgeschlagen um festzustellen, welche Node-basierte Software eines Servers im Ethereum-Netzwerk ausgeführt wird.

Dies führte schließlich zu einem großen systemweiten Upgrade, das sich hauptsächlich auf die Datenspeicherung im Ethereum-Netzwerk und Mining-Algorithmen konzentriert.

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Was ist eigentlich Ethereum 2.0? 

Ethereum Logo

Ethereum ist mit Abstand die beliebteste Entwicklungsumgebung für dezentrale Anwendungen. Mit Hilfe von Ethereum können sowohl eigene Kryptowährungen & Tokens, als auch dezentralisierte Applikationen erstellt werden.

Ethereum wird von Ether (ETH) angetrieben, der nach Bitcoin meist bekanntesten Kryptowährung. Die Gemeinschaft hinter dem Projekt ist sehr groß und besteht nicht nur aus Anlegern und Nutzern, sondern einer Vielzahl von aktiven Entwicklern die es sich zur Aufgabe gemacht haben, das Projekt stets weiterzuentwickeln.

Ethereum 2.0 wird bereits seit 2018 diskutiert und entwickelt. Es ist ein Sammelbegriff verschiedener Updates um das Ethereum-Netzwerk und Protokoll zu verbessern. Man kann sehr gespannt sein wie sehr die zu implementierenden Lösungen dazu beitragen können, dass Ethereum den Rang #1 als Plattform für Smart Contracts und dezentralisierte Applikationen behalten kann.

Warum ist Ethereum 2.0 nötig?

Leistung

Ethereum kann etwa 25 Transaktionen pro Sekunde verarbeiten, was eindeutig nicht genug ist, wenn die Plattform bereit für die Massenadaption werden soll. Je mehr Ethereum-Nutzer es gibt, desto mehr Transaktionen müssen pro Sekunde abgewickelt werden.

Ein Vergleich zum Zahlungsanbieter VISA verdeutlicht die Dimensionen. VISA ist in der Lage über 20.000 Transaktionen pro Sekunde abzuwickeln.

Umweltfreundlicherer Ansatz

Ethereum wird von Proof of Work (PoW) zu Proof of Stake (PoS) wechseln. Dieses Upgrade von PoW auf PoS wird “Serenity” genannt.

Während Proof of Work Miner für die Lösung komplexer Berechnungen belohnt, wird der Ersteller des nächsten Blocks beim Proof of Stake-Verfahren dadurch festgelegt, wie viele ETH ein Netzwerk-Teilnehmer “gestaked” hat. Hält jemand 1% der ETH Versorgung, kann er beim PoS-Verfahren 1% der Transaktionen abwickeln.

Der Nachteil von PoW ist, dass es einen sehr hohen Stromverbrauch gibt, was die am wenigsten umweltfreundliche Option ist. So ist beispielsweise der Energieverbrauch von Bitcoin mit dem von kleinen Ländern vergleichbar.

Mehr Sicherheit

Durch den Wechsel von PoW zu PoS wird Ethereum vor 51%-Attacken geschützt. 51%-Attacken sind mit das größte Sicherheitsrisiko bei Proof of Work Systemen. Wer mehr als die Hälfte der Rechenleistung des Netzwerks kontrolliert, kann gültige Transaktionen im Nachgang ungültig machen und ermöglicht das Double Spending.

Welche anderen Probleme soll Ethereum 2.0 lösen? 

ethereum 2.0

Ethereum 2.0 beinhaltet neben der Umstellung von PoW auf PoS weitere Lösungen für andere Probleme. Eine erfolgreiche Umsetzung wäre die Basis für eine erfolgreiche Zukunft des Ethereum-Netzwerks. Hier einmal die wichtigsten Neuerungen im Überblick:

  • Sharding: Unter Sharding versteht man die Aufteilung einer großen Datenbank in kleinere, besser zu verwaltende Teile. Dieses Konzept wird Ethereum nun helfen. Es betrifft Fragen der Skalierbarkeit und Transaktionsgeschwindigkeit und verhindert, dass eine dApp das Netzwerk verlangsamt.
  • eWASM: eWASM ermöglicht die schnellere Durchführung von Code. Darüber hinaus erweitert es die Programmieroptionen für die Ethereum Virtual Machine.
  • Plasma ist ein zusätzlicher Layer, der sich auf dem Netzwerk befindet und große Mengen an Transaktionen verarbeiten kann. Es ist die Ethereum-Version von Bitcoins Lightning Network.
  • Raiden ist eine Off-Chain-Skalierungslösung, ähnlich wie der Plasma-Layer.

Fazit: Ethereum 2.0 kann ein vielversprechender Neubeginn sein

Sollten die geplanten Neuerungen erfolgreich umgesetzt werden, wäre das ein vielversprechender Neubeginn für die Ethereum-Plattform. Die bisherigen Limitierungen hinsichtlich der Transaktionsgeschwindigkeit würden in der nahen Zukunft verhindern, dass das Ethereum-Netzwerk für eine Vielzahl von Anwendungen attraktiv bleibt.

Ich bin der Meinung, dass die jahrelangen Arbeiten der Ethereum-Entwickler Früchte tragen werden und es am Ende einen erfolgreichen Launch von Ethereum 2.0 geben wird.



Über den Autor

Online Marketer (SEO) // Cryptocurrency & Blockchain Enthusiast seit Anfang 2017 // Founder Cryptonator1337 // Co-Founder Shitcoingraveyard.com

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