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Ethereum Classic erneut Opfer von „51%-Attacke“

Überblick:

  • Ethereum Classic erleidet erneut eine „51%-Attacke“
  • Erneuter Verlust in Millionenhöhe nach dritten Angriff in Folge
  • Kooperation mit ChainSafe und OpenRelay soll Sicherheit der Blockchain erhöhen

Sogenannte „51%-Angriffe“ stellen eine der größten Gefahren für eine Blockchain dar. Ethereum Classic Labs, das Unternehmen hinter der bekannten Ethereum Fork, hat sich nun mit den Blockchain-Experten von ChainSafe und OpenRelay zusammengetan, um dieses Problem in Angriff zu nehmen. Ethereum Classic (ETC) wurde in der jüngeren Vergangenheit immer häufiger Ziel dieser Angriffe. Allein im August unternahmen Angreifer drei Versuche einer „51%-Attacke“. Spätestens seit die ersten großen Börsen drohten, ETC vom Handel auszuschließen, ist Ethereum Classic Labs gezwungen, die Sicherheit seines Netzwerks zu verbessern.

Kooperation mit ChainSafe und OpenRelay soll Sicherheit von Ethereum verbessern

Das Core Dev Team von Ethereum Classic, der wohl bekanntesten Ethereum Fork, ist eine Kooperation mit den Sicherheits- und Blockchain-Experten von ChainSafe und OpenRelay eingegangen. Ziel der Zusammenarbeit soll die Verbesserung der Sicherheit von Ethereum Classic sein. Zuletzt unternahmen Angreifer immer häufiger Versuche einer sogenannten „51%-Attacke“ auf das Netzwerk von ETC. Allein im August 2020 lassen sich drei dieser Angriffe als erfolgreich betrachten. Ethereum Classic, dass auf einem Proof-of-Work-Algorithmus beruht, verzeichnete bei einem der Attacken einen Verlust von etwa 5,6 Millionen US-Dollar. Damals setzte die große Krypto-Exchange OKEx umgehend den Handel aus, nachdem die Systeme der Börse auffällige Aktivitäten bemerkt hatten.

Jay Hao, CEO von OKEx, nennt den Algorithmus in Verbindung mit der verhältnismäßig geringen Netzwerkaktivitäten der Ethereum Fork als Hauptgründe für die erfolgreichen Angriffsversuche. Eine rückwirkende Analyse zeigte, dass die Angreifer Hash-Power bei einem Nice-Hash-Broker mieteten und sich somit recht einfach die Netzwerkhoheit sichern konnten. Bitquery vermerkte in einem Bericht, dass für die Hash-Power etwa 192.000 US-Dollar an Kosten anfielen. Verglichen mit dem erbeuteten Vermögen von 5,6 Millionen US-Dollar ergab sich ein Gewinn von 2.800 Prozent. Um zukünftige Angriffe zu vermeiden, betreute Ethereum Classic Labs die beiden Unternehmen nun mit zwei wesentlichen Aufgaben.

Ethereum Classic Labs reagiert auf Drohung von OKEx nach „51%-Attacke“

OpenRelay wird praktische Simulationen in einer Testumgebung entwickeln, um potenzielle Angriffspunkte und Gefahren im Netzwerk eigenständig zu testen. ChainSafe kümmert sich um die Sicherheit des Netzwerks. Zukünftig soll es nicht mehr möglich sein, dass einzelne Netzteilnehmer in kürzester Zeit durch eine gigantische Hash-Power das Netzwerk manipulieren können. Zudem fordert Ethereum Classic Labs eine Regulierung von Hash-Brokern, damit sich Einzelpersonen gar nicht erst eine solche Power mieten können. Das Unternehmen hinter der Ethereum Fork reagiert mit seinen Maßnahmen auf die Drohung der Börse OKEx, welche angekündigt hat, ETC vom Handel auszuschließen, sollten sich die Angriffe nicht unterbinden lassen.

„OpenRelay und ChainSafe sind beide mit Ethereum Classic bestens vertraut. Durch ihre Zusammenarbeit werden einige der brillantesten Köpfe in der Blockchain das 51% -Problem gemeinsam angehen. Das Team wird zusätzliches Know-how in Proof-of-Work-Sicherheitssystemen und Testumgebungen einbringen. “

James Wo, CEO von Ethereum Classic Labs

Das steckt hinter einer „51%-Attacke“

Eine „51%-Attacke“ gilt als die größte Gefahr in einem auf dem Proof-of-Work-Algorithmus basierenden Blockchain-Netzwerk. Ein Angreifer vereint bei einem solchen Angriff 51 Prozent der Rechenleistung im Netzwerk für sich. Das gelingt ihm jedoch nur, wenn er selbst entsprechend viel Rechenleistung mitbringt. Solche Angriffe gelten allgemein hin als schwierig. Im Normalfall benötigt der Angreifer Unmengen an Hash-Power, die sich bei Angriffen auf große Netzwerke, wie Bitcoin, kaum beschaffen lassen. Bei kleineren Netzwerken, die auf dem genannten Algorithmus basieren und nur ein geringes Netzwerkvolumen aufweisen, sind solche Angriffe deutlich einfacher. Bei Hash-Brokern lässt sich gegen ein Entgelt zusätzliche Hash-Power beschaffen. Mittlerweile gibt es sogar Websites, die speziell für „51%-Attacken“ Hash-Power bereitstellen.

Hat der Angreifer erst einmal bei einer solchen Mehrheitsattacke die Netzwerkhoheit erlangt, kann er verschiedene Manipulationsversuche starten. Er kann Transaktionsdaten manipulieren, Transaktionen rückgängig machen oder Double Spends tätigen. Im Falle eines Double Spends manipuliert der Angreifer die Blockchain so, dass ein Opfer eine Transaktion doppelt tätigt und der Angreifer diese Transaktionen an sich selbst weiterleitet. Der Sender dieser Transaktion bemerkt nichts von diesem Angriff. Viele Exchanges und auch die Systeme der Netzwerkbetreiber sollten die Angriffe in der Regel dagegen recht schnell bemerken, was die Attacke aufgrund der hohen Anfangsinvestitionen und Aufwände sehr riskant macht. Dennoch reichen häufig nur wenige Augenblicke auf, um einige Manipulationen und Double Spends auszuführen.

Zusammenfassung: Ethereum Classic wird erneut Opfer von „51%-Attacken“ und gelobt Besserung

Die bekannte Ethereum Fork Ethereum Classic (ETC) verzeichnete in der jüngeren Vergangenheit immer wieder Manipulationen durch Mehrheitsattacken. Angreifer sicherten sich über die Hälfte der Rechenleistung eines Netzwerks und erhalten somit die Kontrolle über die Blockchain. Durch Manipulationen können sie Double Spends absetzen und somit Transaktionen doppelt ausführen lassen. Ethereum Classic ist offensichtlich nicht gut gegen Angriffe dieser Art gerüstet und musste einen Verlust in Millionenhöhe hinnehmen.

Nachdem große Exchanges wie OKEx erste Drohungen ausgesprochen hatten, ging Ethereum Classic Labs eine Kooperation mit den Unternehmen ChainSafe und OpenRelay ein. Die Blockchain-Experten sollen das Netzwerk sicherer machen und die „51%-Attacken“ zukünftig unterbinden. Kleinere Projekte, wie Ethereum Classic, Verge oder ZENcash, sind in der Vergangenheit häufiger Opfer solcher Angriffe geworden.

Über Jens Kerkmann

Jens interessierte sich bereits während seines Studiums im Bereich Wirtschaftsinformatik für die Themen Kryptowährungen und Blockchain-Technologie. Bis heute begleitet ihn die Materie in seinem Alltag und Berufsleben und er ist als Autor für Ratgeberartikel und Nachrichten aus dem Blockchain- und Digitalisierungsumfeld tätig.

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