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Ethereum 2.0 ist startklar: Genesis-Block der Beacon Chain entsteht

Überblick:

    • Ethereum 2.0 Genesis Block kreiert
    • Sharding als Verbesserung des Skalierbarkeitsproblems
    • Von 130 auf 600 US-Dollar in 12 Monaten

Ethereum 2.0 Genesis Block erlebt seine Geburtsstunde

Nach buchstäblich jahrelanger Arbeit hat der Ethereum 2.0 Genesis Block auf der Beacon Chain endlich das Licht der Welt erblickt. Das wiederholt nach hinten verschobene Skalierbarkeits- und Sicherheitsupgrade der zweitgrößten Kryptowährung nach Marktkapitalisierung startete wie geplant am 1. Dezember 2020 kurz nach 12 Uhr UTC. Die Einführung von Ethereum 2.0 verlief ohne Zwischenfälle und erreichte sofort die für den Abschluss der Blockchain erforderliche Beteiligungsquote.

Vitalik Buterin, Co-Founder und Autor des Whitepapers von Ethereum, scherzte in einem Tweet darüber, dass der erste Block keine aussagekräftigen Botschaften „über einige riesige Sprünge für die Menschheit oder was auch immer“ enthielt.

Ethereum 2.0 Genesis Block Tweet Vitalik Buterin

Die größte Änderung ist die Einführung des Proof-of-Stake-Konsens (PoS) in das Netzwerk. Bisher basierte der Konsens bei Ethereum rein auf demselben Proof-of-Work (PoW) wie Bitcoin basierte. PoS soll eine energieeffizientere Methode zur Sicherung des Netzwerks bieten, indem Validatoren (Staker) Ether (ETH) in einen Staking-Vertrag einbinden müssen, anstatt kryptografische Rätsel mithilfe von Rechenleistung zu lösen.

Die Bestätigung des geplanten Startdatums erfolgte erst vor einer Woche. Grund dafür ist, dass es erst dann zur Einleitung des Sieben-Tage-Countdowns kommen kann, wenn insgesamt 524.288 Ether im Staking-Vertrag hinterlegt sind. Das geplante Ziel zum Launch war der 1. Dezember 2020. Der Start der Einzahlungen in den Staking-Vertrag verlief äußerst schleppenden. Lange sah es nicht so aus, als würde das Ziel erreicht. Am 22. November fehlte noch über die Hälfte der benötigten Ether. Dann ging alles plötzlich sehr schnell und kurz vor Ende der Deadline stand fest, dass die erforderliche Menge an Ether eingezahlt ist.

Wie geht es mit Ethereum 2.0 weiter?

Der Übergang zum Proof of Stake ebnet den Weg für künftige geplante Upgrades, wie zum Beispiel das Sharding zur Verbesserung der Skalierbarkeit. Die Ether, welche aktuell gestaked sind, bleiben sehr wahrscheinlich bis zur Phase 1.5 der Einführung von Ethereum 2.0 gesperrt. Laut aktuellen Angaben ist dieser Schritt für Ende 2021 oder Anfang 2022 geplant. Ab diesem Zeitpunkt verschmilzt das derzeitige Ethereum-Hauptnetz mit der neuen Beacon Chain und dem Sharding-System.

Was der Umstand der nicht nutzbaren Ether für eine Auswirkung auf den Kursverlauf hat, wird sich zeigen. Die Staker tragen auf den ersten Blick keinen Nachteil davon. Die Menge an “weggesperrten” Ether kann sich nicht verringern. Im schlimmsten Fall bleibt sie gleich. Viel wahrscheinlicher ist allerdings, dass die Anzahl steigt.

Was bedeutet Sharding?

Sharding ist der Prozess der horizontalen Aufteilung einer Datenbank, um die Datenlast zu verteilen. Dabei handelt es sich um ein gängiges Konzept in der Informatik. Im Kontext zu Ethereum sollen durch das Sharding geschaffene neue Sub-Chains, sogenannte Splitter oder Fragmente (Shards), die Netzwerküberlastung verringern und die Transaktionen pro Sekunde erhöhen.

Sharding ist eine gute Skalierungsmöglichkeit, wenn es darum geht Vorgänge weiter dezentralisieren zu wollen. Die Alternative dazu besteht, durch Vergrößerung der bestehenden Datenbank zu skalieren. Dies würde den Zugang zu Ethereum für Netzwerk-Validatoren erschweren, da diese leistungsstarke und teure Computer benötigen würden. Bei Shard Chains müssen Validatoren nur die Shard-Daten speichern beziehungsweise ausführen, die sie validieren und nicht das gesamte Netzwerk, wie es aktuell der Fall ist. Das beschleunigt alle Vorgänge und reduziert die Hardware Anforderungen drastisch.

Steigende Vorfreude auf ETH2

Die Vorfreude auf die Einführung von Ethereum 2.0 hat sich während des gesamten Jahres 2020 aufgebaut. Das spiegelt sich im Preis von Ether wider. Zu Beginn des Jahres lag der Kurs bei nur 130 US-Dollar. Zum Zeitpunkt der Entstehung des Genesis-Blocks von Ethereum 2.0 wies ETH mit einem Kurs von über 600 US-Dollar weiterhin ein hohes Niveau auf.ETH Kurs 1. Dezember 2020

Die Community der dezentralisierten Finanzen begrüßte die Markteinführung von Ethereum 2.0 mit am meisten. Die Explosion von DeFi im Jahr 2020 führte zu einem enormen Anstieg von Gasgebühren und Traffic im Ethereum Netzwerk. Wie bereits im September 2020 berichtet, gab es kaum eine nachhaltige Lösung zur Eindämmung dieser horrenden Gaspreise. Mittlerweile hat sich die Höhe der Transaktionsgebühren wieder normalisiert. Aktuell betragen die empfohlenen Preise für Ether-Transaktion lediglich zwischen 5 und 6 Prozent vom Wert von vor drei Monaten.

ETH Gas Preis

Fazit

Ein weiterer Meilenstein in der Geschichte von Ethereum ist geschafft. Am 1. Dezember 2020 läutete Ethereum mit ETH 2.0 und dem Umstieg auf den Proof of Stake Konsensus eine neue Ära der Skalierbarkeit ein. Ethereum hatte immer stärker damit zu kämpfen, dass die Transaktionen auf ihrer Blockchain einerseits zunehmend länger dauerten. Andererseits stiegen ebenso die Gebühren für die Transaktionen, der größte Dorn in den Augen der Ethereum Community. Mithilfe des Shardings ermöglicht Ethereum 2.0 nun die Kreation sogenannter Sub-Chains, welche nur Shards, also Fragmente, der kompletten Transaktion speichern.

Zusätzlich unternimmt Sharding den Versuch das Blockchain-Trilemma zu lösen. Blockchain-Netzwerke im Allgemeinen ermöglichen lediglich die Erfüllung von zwei der folgenden drei elementaren Kriterien: skalierbar, sicher und dezentralisiert. Die Industrie benötigt allerdings die Umsetzung aller drei Kernpunkte zur breiten Adaptierung der Technologie. Sharding ist daher prädestiniert dafür, das Problem der Skalierbarkeit zu lösen und zudem sicher und dezentralisiert zu bleiben.

Über Mathias Wagner

Mathias ist Krypto-Enthusiast seit 2017. Begonnen hat die Krypto-Reise mit Airdrops verschiedenster Projekte. Nach und nach tauchte Mathias immer tiefer in die Thematik rund um Kryptowährungen und die Blockchain ein. Er liebt es über die verschiedenen Projekte zu recherchieren und zu schreiben. Dass BTC, ETH & Co. die Zukunft gehört, steht für ihn außer Frage.

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