Ethereum: Transaktionen mit Millionen US-Dollar Gebühren?

Überblick:

  • Aufregung in der Krypto-Gemeinschaft
  • Rätselhafte Ethereum-Transaktionen
  • Millionen US-Dollar an Gebühren zu viel bezahlt

Ein Ethereum-Nutzer dürfte in den letzten zwei Tagen nicht schlecht gestaunt haben.

Zweimal tätigte er eine Transaktion und zahlte fehlerhaft Millionen US-Dollar an Gebühren.

Verantwortlich ist wohl ein Software-Fehler, dem Nutzer werden die Gebühren zurückerstattet.

Millionen US-Dollar für eine Ethereum-Transaktion

eth transaktion gebühren

In den vergangenen zwei Tagen ereigneten sich zwei mysteriöse Transaktionen auf der Ethereum-Blockchain. “Was ist denn eine ‘mysteriöse Transaktion’?” magst du dich jetzt fragen. Eine Besonderheit an Ethereum ist, dass die Nutzer beim Transferieren von ETH eigenständig die Transaktionsgebühr festlegen können. Je höher sie angesetzt wird, desto schneller wird die Transaktion auch von dem Netzwerk bestätigt. 

Am 10. Juni schickte ein unbekannter Ethereum-Nutzer ETH im Wert von 130 US-Dollar an eine andere ETH-Wallet. Eine ganz reguläre Transaktion, sollte man denken. Mysteriös wird es jedoch, wenn man die dafür gezahlte Transaktionsgebühr begutachtet:

Wie man hier sehen kann, wurden für diese 130 US-Dollar-Transaktion rund 2,6 Millionen US-Dollar an Gebühren bezahlt! Diese Meldung schlug in der Krypto-Gemeinschaft ein wie eine Bombe und die Spekulationen nahmen überhaupt kein Ende. 

Während die einen eine Form der Geldwäsche sahen, wieder andere einen Fehler des Nutzers für die hohe Transaktionsgebühr verantwortlich machten, gab es auch viele Stimmen, die von einem Bug des Wallets sprachen.

Zweite Transaktion – Ähnlich hohe Transaktionsgebühr

Das an der Theorie mit dem Wallet-Bug etwas dran zu sein scheint, zeigt eine weitere Transaktion am 11. Juni. Der selbe Nutzer schickte weitere gut 10.000 ETH. 87.000 US-Dollar in ETH wurden transferiert, die Transaktionsgebühr lag dieses Mal bei 2,6 Millionen US-Dollar: 

Larry Cermak von dem Krypto-Magazin TheBlock kommentierte die zweite Transaktion und den Verdacht eines Wallet-Bugs wie folgt:

„Dies ist von der gleichen Adresse mit genau der gleichen Gebühr in der ETH (10.668.73185). Dies untermauert die Theorie eines Bugs und deutet darauf hin, dass er noch nicht behoben ist.”

Verschiedene Experten stellten daraufhin klar, dass so etwas an einem fehlerhaften Swap zweier Formularfelder liegen kann, wenn diese über die Wallet-API aufgerufen werden. Wahrscheinlich wollte der Nutzer die Transaktionen andersherum erstellen, den Millionenbetrag transferieren und den niedrigeren Betrag als Gebühr angeben.

Was passiert nun mit diesen Gebühren?

investment

Weitere große Frage war natürlich, was denn nun mit diesen zu viel gezahlten Gebühren passieren würde. Bearbeitet wurde die zweite ETH-Transaktion von Ethermine, einem der führenden ETH-Mining-Pools. 

Ethermine markierte die Transaktion als fehlerhaft und hatte die Transaktionsgebühr vorerst eingefroren und darum gebeten, dass der Absender der Transaktion sich doch bei ihnen melden sollte, um die ETH zurück zu erhalten.

Ähnlich reagierte auch der ETH-Pool Sparkpool. Sparkpool wickelte die erste Transaktion am 10. Juni ab. Auch sie baten den Absender, sich als Eigentümer der Adresse zu identifizieren, um die Transaktionsgebühr erstattet zu bekommen.

Wer der Absender ist, bleibt unklar. Von Etherscan ist die Adresse nicht mit einer Börse, Hacks oder einer Firma in Verbindung zu bringen. Noch rätselhafter gestaltet sich der Fall dadurch, dass das Wallet tatsächlich erst am 6. Juni 2020 erstellt wurde.

Fazit: Bugs mit großen Auswirkungen

Kleine Bugs können gravierende Auswirkungen haben. Insbesondere wenn es um Software geht, über die Assets verhandelt und transferiert werden, können diese ziemlich unangenehm sein. 

Dies musste nun auch der Inhaber dieser Ethereum-Wallet feststellen. Zu seinem Glück wird er keinen Schaden davon tragen und mit dem Schrecken davonkommen. Es ist sehr wichtig, dass Entwickler ihre Produkte ausgiebig testen. Dennoch, Fehler können immer vorkommen. 

 



Über den Autor

Online Marketer (SEO) // Cryptocurrency & Blockchain Enthusiast seit Anfang 2017 // Founder Cryptonator1337 // Co-Founder Shitcoingraveyard.com

eToro-Icon

eToro

200€

Mindesteinzahlung

Besuchen »

75% der privaten CFD-Konten verlieren Geld.


Plus500-Icon

Plus500

100€

Mindesteinzahlung

Besuchen »

76,4% der CFD-Kleinanlegerkonten verlieren Geld.

Schreibe einen Kommentar



Melden Sie sich zu unserem Newsletter an:
Melden Sie sich jetzt zu unserem Newsletter an und erhalten Sie alle brandneuen Informationen rund um das Thema Kryptowährungen bequem per Mail in Ihr Email Postfach. Garantiert kostenlos und ohne Spam!