IOTA Pollen – erstes öffentliches Testnet für IOTA 2.0 verfügbar

Überblick

  • IOTA Foundation stellt Roadmap für IOTA 2.0 vor
  • Modularer Entwicklungsansatz fördert Entwicklungsgeschwindigkeit
  • Pollen führt IOTA 2.0 Testnet ein

Am heutigen Tag hat die IOTA Foundation die erste Iteration ihres komplett dezentralisierten Testnet angekündigt. Das auf Pollen lautende Testnetzwerk ermöglicht es den Anwendern erstmalig auf eine vollständig dezentralisierte Version des IOTA-Netzwerks zuzugreifen. Allerdings ist Pollen nur die erste von drei Phasen ­– die finale Version wird den Namen Honey tragen und die vollständige Implementierung von IOTA 2.0 darstellen.

Veröffentlichung von Pollen als erster Schritt in Richtung  IOTA 2.0

Seit jeher hatte die IOTA Foundation zahlreiche Namen ins Spiel gebracht, die mit einer eventuellen Ablösung der Coordinator Node in Verbindung standen:

  • Alphanet, der erste Prototyp des dezentralisierten Testnets.
  • Goshimmer, eine Zusammenfassung von Technologien die entwickelt wurden, um den Coordinator zu entfernen.
  • Coordicide, der Name des Events zur Entfernung des Coordinators.

Doch in den vergangenen Monaten hat IOTA einen anderen Weg verfolgt und die Entwicklungen einfach unter dem Namen IOTA 1.5 vorangetrieben. Mit IOTA 2.0 soll nun die permanente Ablösung des Coordinator bevorstehen – außerdem soll die Namensgebung den nahtlosen Übergang zwischen den beiden Protokollen verdeutlichen.

Der Grund für diese neuartige Nomenklatur ist einfach, denn somit möchte die IOTA Foundation sicherstellen, dass die Community und die Partner den bevorstehenden Wandel besser quantifizieren können. Für den Anwender, Investor und Kooperationspartner soll sich eine klare Verbindung zwischen den Arbeiten ergeben. Somit soll auch eine logische Verknüpfung zwischen den beiden Protokollversionen entstehen.

Im Rahmen eines Blogbeitrags hat die IOTA Foundation die drei Meilensteine vorgestellt, die noch vor dem Coordicide stattfinden:

  1. Pollen
  2. Nectar
  3. Honey

IOTA 2.0 Roadmap

Testnet Pollen für IOTA 2.0 geht live

Bei der Namensgebung der drei Entwicklungsschritte folgt die Founadtion den Konventionen der Apoidea-Namenskonventionen – diese wurden bereits für Hornet, Bee und HoneycombOS verwendet. Die neuen Iterationen sind Meilensteine für die Herstellung von Honig.

Bereits am 30. Juni hat die IOTA Foundation Pollen veröffentlicht. Hierbei handelt es sich um das erste öffentliche Testnet für IOTA 2.0. Laut den Angaben von IOTA soll Pollen ein sich schnell entwickelndes Testnet sein. Dementsprechend können hier Anwender, Entwickler und Forscher die ersten Konzepte von IOTA 2.0 testen und validieren. Dieser Schritt ist besonders wichtig, um eine solide Grundlage für die Coordinator-freie Zukunft zu schaffen.

Insbesondere die Einführung eines modularen Entwicklungsansatzes konnte schlussendlich dazu beitragen, dass die IOTA Foundation Pollen zu einem solch frühen Zeitpunkt einführt. Da der Coordicide erste im kommenden Jahr geplant ist, ist die frühe Einführung von Pollen ein wichtiger und nachvollziehbarer Schritt. Auf diese Weise kann die Foundation bereits heute wichtige Funktionen wie Mana, Rate Control oder Fast Probabilistic Consensus einführen und unabhängig voneinander testen.

Modualer Entwicklungsansatz verspricht Vorteile für neue Releases

In der neuen Version, IOTA Pollen, befinden sich bereits folgende Upgrades:

  • Werttransaktionen: Entwickler und Node-Betreiber können das neue Testnet-Token transferieren und somit Konflikte im Testnet identifizieren und beheben.
  • Gebührenfreie dApps: Pollen ist der Grundstein für die Entwicklung dezentraler und zeitgleich kostenfreier Applikationen. Bereits innerhalb einer kurzen Zeitspanne soll die Dokumentation für Entwickler veröffentlicht werden.
  • Fast Probabilistic Consensus: Der neue Konsensalgorithmus im IOTA-2.0-Netzwerk. Dieser funktioniert ohne eine Interaktion mit einer zentralisierten Node, einem sogenannte Coordinator.

Insbesondere der modulare Entwicklungsansatz dürfte dazu beitragen, dass die einzelnen Komponenten im IOTA-Netzwerk in Zukunft einen dynamischen Reifeprozess durchlaufen. Insbesondere der Abschluss von Forschungsarbeiten sowie das Deployment von Optimierungen dürfte die Entwicklung vorantreiben.

IOTA Pollen führt neue Architektur ein

Schlussendlich soll IOTA 2.0 noch im ersten Halbjahr 2021 das gegenwärtige Netzwerk vollständig ersetzen. Dementsprechend verfolgen die Entwickler einen straffen Entwicklungsplan. Allerdings soll ein interdisziplinäres Team, welches aus Forschern, Entwicklern und Institutionen besteht, dazu beitragen, dass ein skalierbares und zugleich dezentrales Ledger entsteht. Nur wenn diese Anforderung erfüllt sei, eigne sich die zur Verfügung stehende Lösung für den Einsatz in der Industrie, ohne hierbei andere wichtige Faktoren wie Sicherheit, Dezentralität oder Geschwindigkeit zu beeinflussen.

Außerdem ist mit IOTA Pollen eine neue Architektur erschienen. In dieser neuen Systemarchitektur gibt es mit einer Anwendungs-, Kommunikations- und Netzwerkschicht nunmehr drei unterschiedliche Architekturschichten. Insbesondere in Zukunft, wenn IOTA neue Funktionen wie Smart Contracts, geführenfreie dApps, Tokenisierung oder Sharding anbietet, soll die neue Architektur ihre Vorteile beweisen.

Fazit: IOTA Pollen ist eine vielversprechende Ausgangsbasis für die Zukunft

Am 29. Juni 2020 erschien die offizielle Meldung, dass IOTA drei Phasen bis zur Einführung von IOTA 2.0 durchlaufen wird. Mit Pollen hat die IOTA Foundation nur einen Tag später die erste Phase eingeläutet und das neue Testnet für IOTA 2.0 veröffentlicht.

Wir befinden uns zum aktuellen Zeitpunkt noch in einer vergleichsweise frühen Entwicklungsphase. Nichtsdestotrotz können nun die Stakeholder bereits die neuen Funktionen testen und somit Optimierungen einleiten. Auch für die Ergebnisse der weiteren Iterationen ist dieser Ansatz sinnvoll. Langfristig dürfte sich dieser Ansatz auszahlen – insbesondere da eine modulare Entwicklung und Optimierung der einzelnen Module möglich ist.



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