HTC: Das EXODUS 1S ermöglicht Monero Mining auf dem Smartphone

Übersicht:

  • Das HTC EXODUS 1S ermöglicht mobiles Mining
  • Über eine App kann bald der Privacy Coin Monero geschürft werden
  • HTC befasste sich bereits in der Vergangenheit mit der Blockchain-Technologie

Der taiwanesische Smartphone-Hersteller HTC intensiviert seine Bemühungen im Bereich der Blockchain-Technologie. Mit dem HTC EXODUS 1S bringt das Unternehmen aus Taoyuan ein Mobiltelefon auf den Markt, welches ganz einfach über eine App die Kryptowährung Monero (XMR) schürfen kann. Bereits in der Vergangenheit deutete sich die zukünftige Implementation von Blockchain-Anwendungen auf Geräten von HTC durch entsprechende Kooperationen an. Auch im Falle des Blockchain Smartphones schloss HTC mit Midas Labs eine solche Gemeinschaft.

HTC bringt die Blockchain-Technologie auf das Smartphone

Nachdem HTC in der Vergangenheit bereits durch die Kooperation mit dem Software-Unternehmen Animoca konkrete Ziele benannt hat, um die Blockchain auf das Smartphone zu bringen, entwickelte der Smartphone-Experte ein weiteres Blockchain Smartphone. Das EXODUS 1S entsteht in Kooperation mit dem Chip-Hersteller Midas Labs, der seine Expertise in der Herstellung spezieller ASIC-Chipsätze aufweist. Midas Labs ist gleichzeitig auch für die Entwicklung einer Mining-App verantwortlich, die einfach auf dem Smartphone ausgeführt wird und völlig autark die Kryptowährung Monero schürft.

Die Coins können in dem integrierten Wallet namens Zion Vault gespeichert werden. Midas Labs wird die DeMiner getaufte App wahrscheinlich im zweiten Quartal 2020 veröffentlichen und auf das Blockchain Smartphone bringen. Damit das ressourcenintensive Mining das Mobiltelefon beim Gebrauch nicht ausbremst, arbeitet die App nur, wenn das Telefon geladen und nicht in Benutzung ist. Das gleichzeitige Laden des Blockchain Smartphones ist wichtig, da der Akku aufgrund der hohen Auslastung der Hardware kapazitiv schnell an seine Grenzen kommen würde.

Bereits seit einiger Zeit arbeitet das ebenfalls aus Taiwan stammende Unternehmen Midas Labs an hardwarebezogenen Lösungen mit Blockchain-Unterstützung. Die Kooperation mit HTC mündet nun in der Entwicklung einer ersten Lösung für den Massenmarkt. Auch HTC brachte die Blockchain-Technologie in der Vergangenheit bereits auf seine Geräte. So entwickelte das Unternehmen einen Blockchain Router, der gleichzeitig als Bitcoin-Node fungieren konnte. Das EXODUS 1S ist zudem der Nachfolger des EXODUS 1, welches ebenfalls Mining-Funktionalitäten besaß, jedoch aufgrund schwacher Hardware wenig praktikabel war. Bei dem Nachfolgemodell soll dieser Fehler jedoch nicht nochmal wiederholt werden.

DeMiner App Mockup
Die DeMiner App ermöglicht das mobile Mining von Monero.

EXODUS 1S: Warum wird Monero gemint?

Der dezentrale Privacy Coin Monero wurde bereits 2014 entwickelt und behauptete sich schnell im Kryptosektor. Seitdem tummelt sich Monero stetig in den Top 20 der Coins mit der höchsten Marktkapitalisierung. Der Coin basiert auf dem Proof-of-Work-Algorithmus RandomX, welcher als einfach zu minen gilt. Dies liegt an der Struktur des speicherintensiven Algorithmus, welche sich insbesondere von üblicher General-Purpose-Hardware besonders effizient minen lässt. Die Entwicklung spezieller ASICs ist daher grundsätzlich nicht notwendig. Über ein WebAssembly kann man Monero auf vielen Geräten unkompliziert im Browser schürfen.

Zuletzt verbesserten die Entwickler hinter Monero das Mining noch weiter, indem sie mit CPU RandomX einen CPU-freundlichen Algorithmus schufen. Allerdings ist dieser auf Desktop-Computern nach wie vor nur in Ausnahmefällen profitabel, da diese Geräte grundsätzlich einen hohen Stromverbrauch haben, welcher unter Volllast weiter steigt. Anders sieht das jedoch auf Smartphones wie dem EXODUS 1S aus. Laut DR. Jri Lee, CEO von Midas Labs, erwirtschaftet DeMiner täglich im Schnitt 0,0038 US-Dollar in Monero Coins pro Tag. Gleichzeitig liegen die dafür benötigten Energiekosten nur bei etwa der Hälfte.

DeMiner: Mobiles Mining gegen die Dominanz der Mining Pools

Phil Chen, COO von HTC, stellte neben der kosteneffizienten Arbeitsweise des EXODUS 1S und der Mining-App DeMiner auch den Vorstoß gegen die Dominanz großer Mining Pools hervor. “Die Krypto-Welt ist durch die Dominanz der Hashrate durch riesige Bergbau-Pools bedroht.“, sagte Chen in einem Statement. Die einzige Möglichkeit, die Dominanz zu brechen, bestehe darin, das Mining mobil zu machen und dem Massenmarkt in die Hand zu geben. Mit Midas Labs sei der dafür geeignete Partner gefunden, um die Visionen von HTC in der Praxis umzusetzen. Chen lobte vor allem das erstklassige Design der Halbleiter des Unternehmens.

Die entwickelten ASICs sorgten dafür, dass das Mining von Monero auf dem EXODUS 1S jederzeit kosteneffizient betrieben werden kann. Für Midas Labs lohnt sich die Kooperation gleich doppelt: neben der langfristigen Zusammenarbeit mit dem Smartphone-Riesen konnte in einer Finanzierungsrunde zudem eine nicht näher bezifferte Investitionssumme eingesammelt werden. Die Runde wurde von Deep Tech Ventures geleitet, bei der Phil Chen gleichzeitig General Partner ist. Zukünftig sollen Entwicklungen von Midas Labs auch auf anderen Geräten von HTC Einzug erhalten.

Fazit: EXODUS 1S ermöglicht mobiles Monero Mining

Mit dem EXODUS 1S stellte der taiwanesische Elektronikkonzern HTC ein Smartphone mit Blockchain-Unterstützung vor. Bereits der Vorgänger, das EXODUS 1, hatte einige solcher Funktionalitäten, war jedoch noch nicht ausgereift. Der Nachfolger soll nun alles besser machen und sogar mobiles Mining ermöglichen. In Kooperation mit dem Halbleiterspezialisten Midas Labs wird an einer App gearbeitet, die das Schürfen des Privacy Coins Monero (XMR) ermöglicht. Die Hard- und Software ist in dem Zusammenhang so konzipiert, dass das Mining jederzeit profitabel vom Smartphone aus betrieben werden kann.

Die eigens dafür entwickelte App DeMiner erscheint im zweiten Quartal 2020 und wird Besitzern des EXODUS 1S zur Verfügung gestellt. HTC sieht in der Dominanz der wenigen großen Mining Pools ein Problem, welches durch mobiles Mining im Massenmarkt eingedämmt werden kann. Während mand den Ansatz des Unternehmens als lobenswert betrachten kann, bleibt jedoch abzuwarten, ob das Mining auf dem Smartphone wirklich praktikabel ist. Grundsätzlich mint die App nur, wenn das Mobiltelefon am Stromnetz angeschlossen ist und nicht in Benutzung ist.

Sollten sich die von HTC und Midas Labs benannten Zahlen als richtig erweisen, ließe sich jedoch tatsächlich nebenbei ein kleiner Nebenverdienst in Form von Monero Coins verdienen. So oder so ist das Vorhaben von HTC ein weiterer wichtiger Schritt zur übergreifenden Akzeptanz der Blockchain-Technologie.



Über den Autor

Jens interessierte sich bereits während seines Studiums im Bereich Wirtschaftsinformatik für die Themen Kryptowährungen und Blockchain-Technologie. Bis heute begleitet ihn die Materie in seinem Alltag und Berufsleben und er ist als Autor für Ratgeberartikel und Nachrichten aus dem Blockchain- und Digitalisierungsumfeld tätig.

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