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450.000 ETH aus Netzwerkgebühren verdient

Überblick:

  • Einnahmen aus Netzwerkgebühren erreichen Rekordniveau
  • Gute Zeiten für ETH-Miner
  • DeFi als Zünglein an der Waage für ETH

Ethereum-Miner haben 450.000 ETH aus hohen Netzwerkgebühren verdient. Anhand von On-Chain-Daten geht hervor, dass die Ethereum-Miner einen Anstieg der Einnahmen um 39 % verzeichneten. Grund dafür waren die in die Höhe geschnellten Gebühren während der DeFi-Welle.

Rekordhoch für Einnahmen aus Gebühren

Die Einnahmen der Ethereum (ETH) Miner aus Netzwerkgebühren kletterten im September in die Höhe, wie Daten der On-Chain-Marktforschungsplattform Glassnode zeigen. Der Preis von Ether stieg in dieser Zeit zwar nicht wesentlich an, jedoch verzeichneten die Miner des Ethereum-Netzwerks aufgrund der hohen Gebühren einen Anstieg ihrer Einnahmen. 

Die Miner nahmen 450.089 ETH (168,7 Millionen US-Dollar) an Gebühren ein, was einem Anstieg von 39 % gegenüber dem Vormonat entspricht. Da betrugen die Einnahmen an Gebühren 113 Millionen US-Dollar. Im gleichen Zeitraum sind die Einnahmen der Bitcoin-Miner aus Gebühren im Vergleich nicht nur geringer, sondern insgesamt sogar zurückgegangen. BTC-Miner verdienten im September 26 Millionen US-Dollar, ein Rückgang um 50 % im Vergleich zu den 39 Millionen US-Dollar, die sie im August verdienten. Laut Daten des Krypto-Miningpools F2Pool ist es aktuell dreimal rentabler, Ether zu schürfen als Bitcoin.

Chart BTC vs. ETH Total Miner Revenue All Miners
Glassnode – BTC vs. ETH Total Miner Revenue All Miners

Der steile Anstieg der Einnahmen der Ether-Miner ist auf die Aktivitäten im dezentralisierten Finanzsektor (DeFi) zurückzuführen. Sie erreichten im September ihren Höhepunkt und ließen die Preise für Transaktionsgebühren mehrmals in die Höhe schnellen .

DeFi ist großartig für Farmer und Miner

DeFi zeigte nicht nur einen überzeugenden Anwendungsfall für Ethereum auf, sondern schaffte auch eine erneute Nachfrage nach Ether als Gas zur Bezahlung von Transaktionen und Smart Contracts. All diese Faktoren trieben den Preis von ETH im Jahr 2020 in die Höhe und ermöglichten es ihm, Bitcoin deutlich zu übertreffen.

Darüber hinaus ist eine beträchtliche Menge BTC in Form von WBTC und RenBTC in die Ethereum-Blockchain geflossen, wodurch die Aktivitäten auf Ethereum weiter zugenommen haben. Bis heute wurde BTC im Wert von fast 1 Milliarde US-Dollar allein durch Wrapped BTC tokenisiert.

Da die Einnahmen für die Ether-Miner steigen, treten immer wieder neue Teilnehmer dem Netzwerk bei, um von den Vorteilen zu profitieren. Die Hashrate des Netzwerks stieg ebenfalls stetig und erreichte am 7. Oktober ihr letztes Allzeithoch. Das ist in weiteres deutlich bullishes Zeichen für ETH, denn es zeigt, dass mehr Teilnehmer in das Netzwerk investiert sind.

ETH Hash Rate Chart
Glassnode – ETH Hash Rate Chart

Jüngste Daten zeigen auch, dass neue Nutzer zu Ethereum strömen. MetaMask, eine beliebte, im DeFi-Sektor weit verbreitete Browser-Wallet von Ethereum, erreichte in diesem Monat satte 1 Million Benutzer. Und die Anzahl der Adressen, die ETH halten, nimmt weiterhin zu. Aber kann Ethereum die zusätzliche Last, die auf das Netzwerk gelegt wird, bewältigen?

DeFi wird über Ethereum entscheiden

Die DeFi ist ein gutes Zugpferd für Ethereum und hat dazu beigetragen, viele Miner wieder ins Netzwerk zurückzuholen. Darüber hinaus gilt es zu erwähnen, dass die Gebühren aufgrund der Überlastung des Netzwerkes ein unhaltbares Niveau erreicht haben. Da die Nutzer um die Durchführung ihrer Transaktionen konkurrieren, müssen sie höhere Gebühren zahlen. Am 2. September kostete eine Standardtransaktion auf Ethereum nach Angaben von Blockchair durchschnittlich 15 US-Dollar.

Dies ist zwar kurzfristig gut für die Miner, aber es könnte Gelegenheitsnutzer davon abhalten, DeFi überhaupt zu benutzen, da Smart Contracts dadurch zu teuer werden. Tatsächlich könnte genau dieses Problem einer der Hauptgründe für die drastische Korrektur der DeFi-Token-Preise im letzten Monat sein.

Obwohl die Second-Layer-Lösungen an Bedeutung gewonnen haben, werden sie von den meisten Menschen einfach nicht genutzt. Andere dauerhaftere Lösungen wie das kommende Ethereum 2.0. scheinen ebenfalls weit davon entfernt zu sein. Das könnte dazu führen, dass Konkurrenten wie die Smart Chain von Binance einen Teil der Transaktionen übernehmen oder Ethereum sogar komplett überholen.

Einigen Analysten zufolge könnte der DeFi-„Wahnsinn“ bald zu einem Ende kommen. Sie glauben, dass seine Popularität geschwunden ist und regulatorische Eingriffe bevorstehen. Nichtsdestotrotz ist es unerlässlich, dass Ethereum sein Skalierbarkeitsproblem schnell löst, wenn es mit DeFi und dem möglichen Wachstum neuer Trends wie den Non-Fungible Token fertig werden will.

Fazit

Der Anstieg der Einnahmen der ETH-Miner durch Netzwerkgebühren zeigte, dass ein extrem hoher Bedarf an Ether-Transaktion aktuell zu verzeichnen ist. Hauptgrund ist wohl der DeFi-Sektor. Doch die Gas-Preise für ETH-Transaktionen sind bereits wieder zurückgegangen. Wenig-Nutzer halten solch immens hohe Transaktionsgebühren sehr wahrscheinlich davon ab, die auf der Ethereum-Blockchain verwendeten Smart Contracts zu nutzen. Doch genau darum geht es. Der Zugang zu BTC, ETH und Co. soll für die breite Masse zugänglich sein. Sehen sich die User jedoch mit solch horrenden Kosten konfrontiert, wird die Adaption noch etwas auf sich warten lassen. Die Miner auf der anderen Seite freut es natürlich. So lukrativ war das Schürfen schon lange nicht mehr.

Über Mathias Wagner

Mathias ist Krypto-Enthusiast seit 2017. Begonnen hat die Krypto-Reise mit Airdrops verschiedenster Projekte. Nach und nach tauchte Mathias immer tiefer in die Thematik rund um Kryptowährungen und die Blockchain ein. Er liebt es über die verschiedenen Projekte zu recherchieren und zu schreiben. Dass BTC, ETH & Co. die Zukunft gehört, steht für ihn außer Frage.

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