Short Orders lassen den Preis von Chainlink (LINK) um 52% steigen


Übersicht

  • LINK erreicht zwischenzeitlich ein Allzeithoch
  • Was sind die Gründe für den massiven Kursanstieg?
  • Wie wird sich LINK in Zukunft entwickeln?

Dass Chainlinkin den vergangenen Wochen und Monaten massiv gestiegen ist, dürfte den wenigsten entgangen sein. Allerdings haben Trader am Wochenende noch einmal gewaltig für Bewegung am Markt gesorgt. Der Preis pro LINK stieg an einem Tag sogar um 52 %. Woran dies liegt, analysieren wir in diesem Artikel.

Seit Mitte März hat die Kryptowährung einen sagenhaften Lauf gestartet und mittlerweile hat sich der Kurs nahezu verzehnfacht. Seit dem 27. Juli 2020 hat sich der Kurs sogar mehr als verdoppelt und mittlerweile gleicht der Graph der letzten Tage dem eines logarithmischen Wachstums. Mittlerweile notiert die Kryptowährung bei 13,5 US-Dollar und hat damit natürlich ein neues Allzeithoch erreicht.

Chainlink-Kurs
Chainlink-Kurs

Das Wachstum von LINK seit März war zwar sehr stark und vor allem unerwartet schnell, jedoch war selbst in diesem eine derartige Kursexplosion, wie sie am Wochenende entstand nicht absehbar. Bereits im vergangenen Jahr ist der Preis pro LINK deutlich gestiegen. Die Kryptowährung war Anfang 2019 noch für rund 0,30 US-Dollar zu haben und stieg bis zum Ende des Jahres auf einen Kurs von rund 1,8 US-Dollar. Dementsprechend hätte man in diesem Zeitraum einen Kursgewinn von 500 % verzeichnet.

 

Gründe für die LINK-Rallye

Angesichts der gerade angesprochenen Entwicklung von Chainlink, wirft das rapide Wachstum in letzter Zeit natürlich auch Fragen auf. Steht die jüngste Entwicklung auf einem soliden Fundament oder handelt es sich um pure Spekulation? Daher wäre es vor allem wichtig herauszufinden, welche Faktoren hierfür ausschlaggebend sind. Nur so kann man, darauf aufbauend, analysieren, ob die Tendenz weiterhin positiv bleibt oder es sich nur um eine Momentaufnahme handelt.

Einerseits spielen sicherlich die positiven Meldungen bezüglich des gesteigerten Interesses an Chainlink eine große Rolle. So ist hierbei die skalierte Nutzung von Chainlink im DeFi-Segment überaus relevant. Der Markt für DeFi-Projekte hat sich innerhalb des letzten halben Jahres mehr als verfünffacht und erfreut sich entsprechend großer Beliebtheit.

Dadurch, dass das Chainlink-Netzwerk manipulationssichere und nachhaltige Preis-Feeds zur Verfügung stellen kann, macht es für DeFi überaus interessant. Mittlerweile nutzt der Großteil des Systems Chainlink und ein weiterer großer Teil beabsichtigt in nächster Zeit darauf umzusteigen.

Weiterhin schwimmen zahlreiche Kryptowährungen derzeit auf einer Welle des Erfolgs. Nicht nur Chainlink hat große Preisanstiege in kurzer Zeit verzeichnet, sondern auch zahlreiche weitere Kryptowährungen befinden sich gerade in einer starken Phase und die Gesamtkapitalisierung hat seit März deutlich zugelegt.

LINK und der Short-Squeeze

Allerdings ist der plötzliche Aufwärtstrend von LINK in erster Linie vermutlich durch die Verknappung von Short-Kontrakten auf dem Futures-Markt verursacht worden. Während die Kryptowährung kontinuierlich stieg, verweilte die Finanzierungsrate bei weniger als 0 % und streifte mitunter den Wert von 0,2 %.

Der jüngste Preisanstieg von mehr als 50 % an einem einzigen Tag wird von Experten dahingehend erklärt, dass es an diesem Tag zu einem sogenannten Short-Squeeze kam. Bei einem Short-Squeeze kommt es dazu, dass die Bären den Bullen unabsichtlich etwas Gutes tun. Diejenigen, die Short-Positionen haben, werden hierbei ähnlich wie eine Zitrone ausgepresst. Auf dem Aktienmarkt geht es dabei um einen überarschend auftretenden Kursanstieg, der mitunter mehrere Tage dauern kann.

Vornehmlich ging es hierbei den Profiteuren darum die Gewinne mitzunehmen, allerdings stiegen die Preise in diesem Fall dennoch weiter. Diejenigen Short-Seller, die ihre Positionen mit weniger Verlust schließen wollten, mussten in diesem konkreten Fall LINK kaufen. Bei dem Short-Selling an sich leiht sich ein Seller LINK, verkauft diese danach sofort im Anschluss und kauft diese daraufhin etwas wieder später am Markt zu einem geringeren Kurs. Dadurch kann er dann die geliehenen LINK zurückzahlen und hat dementsprechend damit Profit gemacht.

Während der letzten Stunden, als der LINK-Preis in die Höhe schnellte, blieb der Refinanzierungssatz für Finanzterminkontrakte negativ. Dies deutet darauf hin, dass viele Händler angesichts des Preisanstiegs versuchten, den Vermögenswert zu verkaufen.

Die entstandene quasi Endlosschleife von Short-Kontrakten verursachte einen kurzen Engpass an LINK. Das wiederum trieb die Kaufnachfrage nach oben und die Dynamik nahm ihren Lauf.

LINK und DeFi

Die Marktkapitalisierung von DeFihat zwischenzeitlich 11 Milliarden US-Dollar überschritten und damit ein Allzeithoch erreicht. Der DeFi-Boom kennt derzeitig anscheinend keine Grenzen und Chainlink profitiert davon am meisten. Allerdings haben auch die Konkurrenten von Maker (MKR) und Compound (COMP) deutliche Gewinne zu verzeichnen.

MKR-Kurs
MKR-Kurs
COMP-Kurs
COMP-Kurs

Der DeFi-Boom scheint insofern immensen Anklang bei den Investoren und Tradern zu finden. Das revolutionäre Konzept, welches das Finanzwesen umkrempeln will, indem es sämtliche Vorgänge über die Blockchain ablaufen lassen will, lockt vor allem mit sagenhaften Renditen. Interessenten, die herausfinden welch enorme Profite sie innerhalb kurzer Zeiträume generieren können, sind natürlich interessiert. Das Anlegen von Ressourcen in Pools um zusätzliche Tokens zu verdienen erscheint sehr verlockend und die daraus entstehenden Gewinne natürlich ebenso.

Abseits des enormen Preisanstiegs bei LINK, verzeichnen die Börsen auch deutlich höhere Handelsvolumina. So hat beispielsweise Coinbase verlauten lassen, dass das Handelsvolumen von LINK mittlerweile 145 Millionen US-Dollar beträgt. Zum Vergleich: das Handelsvolumen bei dem Anbieter liegt bei „lediglich“ 95 Millionen US-Dollar. Auch bei dem bekannten Anbieter Binance erfreut sich Chainlink enormer Beliebtheit und liegt, gemessen an der Marktkapitalisierung, bereits an zweiter Stelle hinter Bitcoin.

Fazit zum rasanten Preisanstieg von Chainlink

Wie bereits erwähnt, gibt es mehrere Gründe für den massiven Aufwärtstrend von LINK. Einerseits befinden sich Kryptowährungen derzeit allgemein tendenziell in einem Aufwärtstrend, andererseits gibt es jedoch auch ganz konkrete Umstände, die zu dem starken Wachstum führten.

Chainlink ist die wichtigste Währung für DeFi und dadurch, dass diese neue Industrie derzeit boomt, profitiert natürlich auch ihr wichtigster Baustein. Dementsprechend liegt quasi eine Symbiose vor. Wenn das DeFi-Segment weiterhin rapide wächst, wird sich Chainlink höchstwahrscheinlich ebenfalls positiv entwickeln.

Dadurch, dass DeFi noch verhältnismäßig neu ist und eine recht geringe Marktkapitalisierung aufweist, ist es auch noch vergleichsweise volatil. Fakt ist jedoch, dass immer mehr Anleger Interesse an dem Konzept aufweisen und investieren. Derzeit deutet der Trend darauf hin, dass sie die Marktkapitalisierung in diesem Bereich weiter erhöhen wird. Entsprechend dürfte auch der Chainlink-Kurs weiter steigen. Ob dies in dem Maße wie es in den vergangenen Tagen der Fall sein wird, ist dabei jedoch nur sehr schwer abzuschätzen.

Kirill
Über Kirill

Kirill beschäftigt sich bereits seit 2016 mit Kryptowährungen und sämtlichen Entwicklungen in diesem Segment. Er ist einer der Autoren des Bitcoin-Steuerguides, hat Rechtswissenschaften studiert und interessiert sich für den Einfluss von Kryptowährungen auf die Wirtschaft und Gesellschaft.

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