Südkorea will Kryptowährungen erlauben

Übersicht:

  • Südkorea legalisiert den Handel mit Kryptowährungen
  • Über 50 Millionen Menschen dürfen nun ganz legal Bitcoin und Co kaufen
  • Das ist ein sehr gutes Zeichen für die Akzeptanz von Kryptowährungen

Während sich der Bitcoin und andere Kryptowährungen auf der ganzen Welt großer Beliebtheit erfreuen, besteht in vielen Ländern immer noch ein Verbot über den Handel digitaler Währungen. Insbesondere die Volksmacht Südkorea drohte in der Vergangenheit immer wieder Kryptowährungen mit einem Handelsverbot zu belegen. Unklare Regularien schoben in dem asiatischen Land den Handel in eine Grauzone. Innerhalb kürzester Zeit entschieden sich jedoch die Verantwortlichen, den Handel zukünftig zu legalisieren – wenn auch unter strengen Vorschriften. Nichtsdestotrotz könnte dies für einen Aufschwung im Bitcoin-Ökosystem sorgen. Somit folgt mit Südkorea innerhalb kürzester Zeit ein zweites großes Land, welches den Handel mit digitalen Coins erlaubt.

Indien sorgte mit Kryptoverbot für Aufsehen

Im Jahr 2018 belegte der indische Finanzminister Anurag Singh Thakur Kryptowährungen mit einem Handelsverbot. Ein Komitee, bestehend aus Regierungsmitarbeitern, Banken und Finanzexperten, die im Auftrag der Regierung Kryptowährungen bewerten sollten, verhinderten eine Legalisierung in der Vergangenheit. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass diese aus sicherheitspolitischer Sicht ein hohes Risiko darstellen könnten. Auch aufgrund der Volatilität von Kryptowährungen seien diese kein geeignetes Anlagemittel für die indische Bevölkerung. Während der Handel mit Bitcoin und Co lange eine Grauzone war, wurde er später komplett untersagt.

Gleichzeitig stellte der Abschlussbericht auch klar, dass die Blockchain- und Distributed-Ledger-Technologie in vielen Bereichen bestehende Prozesse revolutionieren oder ganz neue Möglichkeiten schaffen kann. Gleichzeitig wurde der Regierung auch vorgeschlagen, dass eine eigene Kryptowährung als Alternative den inländischen wie auch grenzübergreifenden Geldtransfer verbessern kann. Dennoch sorgte der Abschlussbericht zunächst für ein komplettes Handelsverbot für sämtliche Kryptowährungen.

Südkorea schränkte sich mit Gesetzesverwirrung selbst ein

Südkorea zeigte sich in der Vergangenheit sehr offen gegenüber digitalen Währungen und auch einige verheißungsvolle Kryptoprojekte stammen aus dem asiatischen Land. Gleichzeitig unterstützte die südkoreanische Regierung Unternehmen, die den Einsatz der Blockchain-Technologie im Unternehmensumfeld planten. Umso überraschender dürfte daher die Meldung sein, dass erst seit kurzer Zeit der Handel mit Kryptowährungen überhaupt legal ist.

Die Gründe dafür sind hausgemacht und liegen in den verwirrenden Gesetzesverkündungen begründet. Während sich die Kryptowährungen immer weiter ausbreiteten, gab es in Südkorea keine eindeutige gesetzliche Regulierung für den Handel mit digitalen Coins. Auch aufgrund anfänglicher Skepsis sollten Bitcoin und Co vollständig verboten werden, bis sich eine eindeutige gesetzliche Lage ergibt. Insbesondere während der Hochphase des Krypto-Hypes sorgten die teilweise widersprüchlichen Meldungen der Regierungsvertreter für Turbulenzen auf dem Kryptomarkt.

Mit Südkorea eröffnet sich ein neuer Markt für Millionen von potenziellen Investoren.

Neue Gesetzeslage: Indien und Südkorea legalisieren Kryptowährungen

Umso erfreulicher sind die zuletzt verbreiteten Meldungen, dass beide Staaten nun den Handel mit Kryptowährungen vollständig erlauben. So veröffentlichte die südkoreanische Nationalversammlung einen Gesetzesentwurf, der den Handel mit Kryptowährungen legalisiert. Das Nachrichtenportal TheNews.Asia berichtet von einem Gesetz, welcher den Handel in eine staatlich regulierte Bahn lenken soll. Mit dem Gesetz treten aber auch strenge Vorschriften für koreanische Kryptobörsen in Kraft. Insbesondere die strengen Know-Your-Customer-Vorschriften sollen zukünftig Geldwäsche verhindern, auch wenn darunter der private und anonyme Transaktionsverkehr leiden wird.

Update 10.03.2020:

Sofort boten Börsen und Handelsplätze nach der gerichtlichen Entscheidung der indischen Bevölkerung einen Zugang zum Handel mit Kryptowährungen. Fast zeitgleich wurden jedoch auch Berichte veröffentlicht, dass die Reserve Bank of India den Handel wieder stoppen will. Nach wie vor sieht die indische Zentralbank ein zu großes Risiko im Handel mit Kryptowährungen. Erst wenn durch gesetzliche Regularien und eine voranschreitende Akzeptanz ein kontrollierter Handel möglich ist, sollen Bitcoin und Co in Indien erlaubt werden. Zu diesem Zweck reichte die Zentralbank eine Petition ein, die den Handel wieder verhindern soll. Bis auf Weiteres bleibt der Handel mit Kryptowährungen in Indien jedoch legal, kann jedoch in naher Zukunft wieder gekippt werden.

Fazit: Ein klares Zeichen für die Akzeptanz

Viele Experten sehen in staatlichen Verboten einen der größten Gegner für Kryptowährungen. Ein solches Verbot bewirkt, dass der Handel mit digitalen Währungen in einem ganzen Land verboten wird. Vor allem in der Anfangszeit der Kryptowährungen sorgen bereits Gerüchte über aufkommende Verbote für Kurseinbrüche an den Kryptobörsen. Daher sind die zuletzt aufkeimenden Meldungen, über eine Legalisierung des Kryptohandels in Südkorea und Indien als positiv zu bewerten.

Die nun geklärte Gesetzeslage in dem Krypto-freundlichen Südkorea ermöglicht somit rund 50 Millionen Einwohner den legalen Handel mit Kryptowährungen, wie Bitcoin, Ethereum und Ripple. In Indien öffnet sich sogar ein Markt für fast 1,3 Milliarden Menschen. Die positiven Meldungen über den nun erlaubten Handel in den beiden bevölkerungsstarken asiatischen Ländern sind sehr gute Nachrichten für die Akzeptanz der gesamten Kryptoszene.



Über den Autor

Jens interessierte sich bereits während seines Studiums im Bereich Wirtschaftsinformatik für die Themen Kryptowährungen und Blockchain-Technologie. Bis heute begleitet ihn die Materie in seinem Alltag und Berufsleben und er ist als Autor für Ratgeberartikel und Nachrichten aus dem Blockchain- und Digitalisierungsumfeld tätig.

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