Überblick:
- Der NFT-Markt kommt im Mainstream an
- Hype der digitalen Kunst nimmt immer weiter zu
- Künstler „Beeple“ verkauft ein Werk für 69 Millionen US-Dollar
NFTs (Non-Fungible Tokens) sind mittlerweile in aller Munde und auch die Mainstream-Medien berichten über sie.
Der größte Anwendungsbereich für diese Tokens ist aktuell die Tokenisierung von digitalen Kunstwerken.
Der Künstler Beeple wurde nun über Nacht weltweit berühmt, da er einen NFT für über 69 Millionen US-Dollar verkaufte.
Beeple: Künstler verkauft NFT für mehr als 69 Millionen US-Dollar
Es ist eine wahnsinnige Geschichte, die sich gerade ereignet hat. Der Künstler „Beeple“, mit dem bürgerlichen Namen Mike Winkelmann, hatte in seiner Karriere kein „reales“ Kunstwerk für mehr als 100 US-Dollar verkauft. Das änderte sich, als er anfing, seine Werke als NFTs (non-fungible Tokens) zu verkaufen. Bei einer Auktion von Christie’s erzielte er jetzt einen enormen Verkaufspreis, der direkt um die Welt ging: 69 Millionen US-Dollar.
Christie's is proud to offer "Everydays – The First 5000 Days" by @beeple as the first purely digital work of art ever offered by a major auction house. Bidding will be open from Feb 25-Mar 11.
Learn more here https://t.co/srx95HCE0o | NFT issued in partnership w/ @makersplaceco pic.twitter.com/zymq2DSjy7
— Christie's (@ChristiesInc) February 16, 2021
Damit gehört er nun zu den „top three most valuable living artists“, wie das Auktionshaus kommentierte. Medien weltweit berichteten bereits darüber und insbesondere in den sozialen Medien schlug diese Story hohe Wellen.
Das markiert den derzeitigen Höhepunkt des NFT-Hypes, der seinen Anfang im Jahr 2020 nahm, aber gerade in den letzten Monaten des Jahres 2021 drastisch an Momentum gewann. Zum jetzigen Zeitpunkt ist schwer abzuschätzen, welche langfristigen Auswirkungen NFTs auf die Szene des Kunsthandels haben könnte.
Was sind NFTs eigentlich genau?
Jeder NFT-Token ist individuell und dadurch nicht-fungibel. Somit hat jeder NFT einen verschiedenen Wert, anders als gewöhnliche Tokens, wie z.B. ETH, wo jeder ETH den gleichen Wert hat. Er kann als Besitznachweis eines Gutes verwendet werden, bspw. für digitale Kunstwerke, dem aktuell größten Anwendungsbereich.
Daneben könnte er langfristig aber auch für andere Bereiche eingesetzt werden, wie Online Games (In-Game Währungen), Eintrittskarten und andere Formen von Tickets, oder aber auch zur Kontrolle von Identitäten. Während es NFTs schon seit vielen Jahren als technisches Konzept gibt, gab es bis zum Sommer 2020 nicht viele wirkliche Anwendungen.
Wer ist der Käufer?
Wie das Bloomberg Magazin berichtete, ist der Käufer des Beeple NFT Justin Sun, CEO von Tron. Das wurde von offiziellen Tron-Quellen bestätigt. Es ist bereits der zweite NFT, der von Sun für mehrere Millionen US-Dollar gekauft wurde, zuvor kaufte er bereits einen Tweet von Twitter CEO Jack für 2 Millionen US-Dollar.
Justin Sun spent $69M on a NFT. Sponsored by the Tron Community. https://t.co/7xV1eYqupp pic.twitter.com/w66QbrjOIm
— xCR1337 (@cryptonator1337) March 11, 2021
Die Frage nach der Sinnhaftigkeit eines solchen „Investments“ ist an dieser Stelle ernsthaft zu hinterfragen. Zwar verschafft es ihm und der Tron-Plattform eine enorme Menge an Aufmerksamkeit, doch welche Gedanken der Tron CEO dabei konkret hatte, kann niemand genau sagen. In den sozialen Medien äußerten sich viele Menschen kritisch, da die Tochterfirma von Tron in den USA im vergangenen Jahr mehrere Millionen US-Dollar an Hilfsgeldern von der Regierung und somit dem amerikanischen Steuerzahler bekommen hat.
Fazit: NFTs sind gekommen um zu bleiben
Auch wenn aktuelle Deals wie der des Beeple NFT für 69 Millionen US-Dollar ganz laut nach „Blase!“ schreien, NFTs als Möglichkeit zur Tokenisierung von Kunst- und anderen Gegenständen sind meiner Meinung nach gekommen um zu bleiben. Die nächsten Jahre werden zeigen, inwiefern sie den globalen Kunsthandel (und andere Sektoren) beeinflussen werden.
Übrigens: wenn Du auch deinen ersten NFT kaufen möchtest, haben wir für dich eine detaillierte Schritt-für-Schritt-Kaufanleitung vorbereitet.