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Ripple (XRP) steigt trotz laufender Anklage der SEC

Übersicht:

  • Klage der SEC: Ist Ripple (XRP) ein Wertpapier?
  • Der Howey Test
  • Ripple (XRP) steigt um über 600 Prozent in einem Jahr
  • Fazit: Ripple (XRP) entwickelt sich trotz SEC-Klage positiv

Ripple (XRP) konnte in den vergangenen Tagen mit hohen Kursgewinnen für Aufmerksamkeit sorgen. Dies lässt sich unter anderem auch auf einen möglichen Gewinn im Rechtsstreit mit der Securities and Exchange Commission (SEC) zurückführen. Die amerikanische Börsenaufsicht hatte das Unternehmen Ripple Labs wegen eines nicht rechtmäßigen Verkaufs von Wertpapieren angeklagt.

Neben Ripple Labs als Unternehmen mussten sich auch die beiden Führungskräfte Chris Larsen und Brad Garlinghouse der Klage stellen. Ihnen wird vorgeworfen, noch während des Verfahrens hohe Summen XRP transferiert zu haben. Die beiden Vorstände sollen laut Jorge G. Tenreiro, dem leitenden Prozessanwalt, etwa 450 Millionen US-Dollar bzw. 159 Millionen US-Dollar Erlöse aus ihren XRP-Verkäufen erwirtschaftet haben.

Der weitere Verlauf des Prozesses ist dabei noch offen. Eine Entscheidung könnte sich auch auf den Verlauf des Ripple-Kurses auswirken. Der Fall könnte zudem als Referenz für andere Initial Coin Offerings (ICO) dienen und zahlreichenProjekte aus dem Kryptobereich ins Visier der SEC rücken lassen.

Klage der SEC: Ist Ripple (XRP) ein Wertpapier?

Die US-amerikanische Börsenaufsichtsbehörde hatte im Dezember 2020 Klage gegen das Unternehmen Ripple Labs, sowie dessen Führungskräfte Brad Garlinghouse und Chris Larsen eingereicht. Hintergrund war der nicht rechtmäßige Verkauf von Wertpapieren im Wert von 1,38 Milliarden US-Dollar im Jahr 2013.

SEC-Anwalt Jorge G. Tenreiro wirft dem Unternehmen dabei vor, die Währung XRP nicht ausreichend als Wertpapier gekennzeichnet zu haben. Als Folge mussten zahlreiche Unternehmen den Handel mit dem Token einstellen. Auch der langjährige Geschäftspartner MoneyGram hatte sich von Ripple Labs distanziert. Ripple (XRP) musste anschließend hohe Kursverluste verzeichnen und Anleger scheuten ein Investment in die Kryptowährung.

„Während Clayton und Hinman im Amt waren, wurden Sie gefragt, ob Bitcoin und Ether Wertpapiere seien. Sie sagten sehr deutlich, auf dem Protokoll: Nein, sie sind keine Wertpapiere, also handeln Sie weiter mit ihnen.“ – Crypto & Policy, Petition gegen die SEC

Nun hatte sich zuletzt die Situation aus Sicht von Ripple Labs positiv entwickelt. So konnte vor Gericht erreicht werden, dass Ripple Labs Einsicht in die Unterlagen der SEC bezüglich Bitcoin und Ethereum erhält. Daraus sollen Beweise hervorgehen, dass Ripple (XRP) ähnlich wie andere Kryptowährungen kein Wertpapier darstellt.

Dass eine Entscheidung in dieser Hinsicht nicht leicht zu treffen ist, zeigten bereits Projekte wie der Telegram Token (GRAM). Nachdem eine eigene Währung für den Messenger geplant war, musste das ICO aufgrund der Klassifizierung als Wertpapier eingestellt werden.

Der Howey Test

Zur Klassifizierung eines Wertpapiers nutzt die SEC ein Verfahren aus dem Jahr 1946. Mit dem Howey Test soll bestimmt werden, ob es sich bei einer Investition um ein Wertpapier handelt oder nicht. Für eine Einstufung als Wertpapier bzw. Sicherheit müssen folgende drei Punkte zutreffen:

  • Es erfolgt eine Investition von Geld mit Gewinnabsicht
  • Es handelt sich um ein wirtschaftliches Unternehmen
  • Der Gewinn entsteht durch die Bemühung einer dritten Partei

Das Ergebnis des Rechtsstreits zwischen Ripple Labs und der SEC dürfte also entscheidend für viele andere Projekte sein. Je nachdem wie Ripple (XRP) eingestuft wird, könnte eine Reihe von Präzedenzfällen entstehen. Bislang gelten Kryptowährungen in vieler Hinsicht als unreguliert, wodurch Grauzonen entstehen und einzelne Fälle nur schwer klassifiziert werden können. Das aktuelle Verfahren ist dadurch auch wegweisend für die weitere Regulierung von digitalen Währungen.

„Ein gesunder Markt braucht regulatorische Konsistenz, und das aussagekräftigste Ergebnis der Ripple-Durchsetzungsmaßnahme wäre ein klarer Weg für zukünftige Emissionen. “ – John Wagster, Anwalt

Ripple (XRP) Kurs Wachstum
Ripple (XRP) zählt zu den Kryptowährungen mit dem höchsten Handelsvolumen.

Ripple (XRP) steigt um über 600 Prozent in einem Jahr

In den letzten 30 Tagen konnte Ripple (XRP) um knapp 200 Prozent ansteigen. Dies könnte bedeuten, dass Anleger den Rechtsstreit bereits als gewonnen ansehen und weiter investieren. Innerhalb des letzten Jahres war XRP um etwa 600 Prozent gestiegen und der Kurs befindet ich aktuell bei etwa 1,35 US-Dollar.

Grund für den hohen Zuwachs des letzten Jahres ist auch die Entwicklung der Leitwährung Bitcoin. Dieser konnte sich seit seines letzten Allzeithochs im Dezember 2017 bei 20.000 US-Dollar auf 65.000 US-Dollar im April 2021 mehr als verdreifachen.

Zudem konnten sich Ripple-Halter über einen Airdrop freuen, welcher ihnen den DeFi-Token Flare einbringt. Halter von Ripple (XRP) erhalten in diesem Fall dieselbe Anzahl an Flare Token, wie sie XRP in einem Wallet besitzen. Angekündigt wurde das Event im Herbst 2020, was zu einem rasanten Anstieg des Ripple-Kurses führte.

Auch befeuerten zahlreiche Gerüchte bezüglich eines Börsenganges den XRP-Kurs. Neben Coinbase zählte auch Ripple Labs als einer der Favoriten, welcher als eines der ersten Kryptounternehmen an die Börse geht. Der Coinbase-Börsengang erfolgte zwischenzeitlich im April 2021. Für Ripple Labs dürfte ein Börsengang aufgrund des aktuellen Rechtsstreites in nächster Zeit keine Option darstellen.

Fazit: Ripple (XRP) entwickelt sich trotz SEC-Klage positiv

Die Klage der SEC stellt für Ripple Labs mehrere Probleme dar. Sollten sich die Vorwürfe als richtig herausstellen, so müssten zahlreiche Handelsplätze den Handel mit Ripple (XRP) dauerhaft einstellen bzw. eine Genehmigung für den Handel mit Wertpapieren vorweisen. Zudem schadet ein Rechtsstreit dem Image des Unternehmens und Anleger meiden das Projekt aufgrund des hohen Risikos.

Jedoch ist an dieser Stelle auch entscheidend, dass die SEC lediglich in den USA über die Klassifizierung als Wertpapier bestimmt. Somit sind Handelsplätze, Vermögensverwalter und Anleger in anderen Ländern nicht direkt von der Entscheidung der Börsenaufsicht betroffen. Sollte also eine Einstufung als Wertpapier erfolgen, so könnte sich dies kurzfristig negativ auf den Kurs auswirken. Langfristig hingegen dürfte Ripple Labs den Betrieb aufrechterhalten und seine Produkte und Dienstleistungen weiterhin anbieten.

Wie lange der Rechtsstreit noch dauern wird, lässt sich aktuell nur schwer einschätzen. Investoren sollten hierbei auf die News achten, da sich eine Entscheidung binnen weniger Minuten auf den Markt auswirken kann.

Über Patrick Heintz

Patrick hat seinen Fokus auf der Recherche und Analyse von erfolgsversprechenden Projekten im Bereich Kryptowährungen. Dabei ist ihm wichtig, die Thematik verständlich und aus verschiedenen Blickwinkeln zu vermitteln.

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