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JPMorgan sieht Bitcoin langfristig als wirkliche Alternative zu Gold

Überblick:

  • Auf und Ab für Bitcoin
  • Wie viel Gold ist vorhanden?
  • JPMorgan prognostiziert Bitcoin Preis von 146 Tsd. US-Dollar

Die Strategen der amerikanischen Megabank glauben, dass Bitcoin langfristig gesehen die Chance hat, einen Kurs von 146 Tsd. US-Dollar zu erreichen. Dafür sollte sich die Kryptowährung allerdings zu einer überzeugenden Alternative zu Gold entwickeln. Doch woran macht JPMorgan diese Annahme fest?

Bitcoin auf Achterbahnfahrt

Bitcoin (BTC) befand sich in den letzten Wochen auf einer Achterbahnfahrt. Angefangen hat diese Fahrt mit dem Durchbruch der 20 Tsd. US-Dollar Schallmauer am 16. Dezember 2020. Seitdem kletterte Bitcoin von einem Allzeithoch zum nächsten. Das momentane All Time High von ca. 34.800 US-Dollar erreichte die Kryptowährung am 3. Januar 2021. Zwischendurch gab es immer wieder teils erheblich, aber nur kurzfristige Kurskorrekturen. Zum Zeitpunkt dieses Berichtes steht der Kurs bei 31.618 US-Dollar. Die führende amerikanische Bank JPMorgan Chase & Co. glaubt, dass dieser Aufwärtstrend langfristig gesehen nur die Spitze des Eisbergs sein könnte. Voraussetzung für diese Annahme ist, dass die führende Kryptowährung weiterhin in der Lage ist, dem traditionellen Safe Haven Asset Gold seine Marktanteile und öffentliche Unterstützung streitig zu machen.

Der Vergleich und das Ziehen von Parallelen zwischen Bitcoin als digitales Gold und der Rolle des Edelmetalls als Absicherung für Investoren ist seit Jahren beliebt. Bis jetzt hat der deutliche Unterschied in der Gesamtmarktkapitalisierung der beiden Vermögenswerte diese Analogien in erheblichem Maße eingeschränkt. Die Marktkapitalisierung von Gold ist, selbst nach dem großen Kursanstieg von Bitcoin im Dezember 2020, immer noch etwa 18 Mal so hoch wie die aktuelle Marktkapitalisierung von Bitcoin (591 Milliarden US-Dollar).

Wie viel Gold ist weltweit vorhanden?

Nach aktuellem Wissensstand rechnen Experten mit einem Gesamtgoldbestand von 244 Tsd. Tonnen. Knapp 77 Prozent, also 187 Tsd. Tonnen, aller Goldvorkommen sind bereits geschürft. Die verbleibenden 23 % beziehungsweise 57 Tsd. Tonnen Gold werden in der Zukunft noch abgebaut. Diese Zahlen basieren auf dem aktuellen Stand der Technik. Mit fortschreitender Weiterentwicklung der Ortungs- und Abbaumethoden ist es theoretisch möglich, dass a) weitere Goldreserven gefunden werden und b) auch in entlegenen Stelle das Edelmetall geschürft werden kann.

Jede Tonne Gold ergibt 32 Tsd. Unzen. Das entspricht einer Gesamtanzahl von 5,984 Milliarden Unzen Gold weltweit. Der aktuelle Goldwert pro Feinunze beträgt 1.950 US-Dollar. Anhand dieser Zahlen beträgt die implizierte Marktkapitalisierung für die globale Goldversorgung aktuell ca. 11,67 Billionen US-Dollar. Das entspricht dem fast 20-fachen des momentanen Market Cap von Bitcoin.

Betrachtet man lediglich die Gold-Investments im privaten Sektor, ist die Marktkapitalisierung des Edelmetalls im Vergleich zu Bitcoin etwa 4,6 Mal höher.

JPMorgan traut Bitcoin langfristig Preis von 146 Tsd. US-Dollar zu

Dennoch prognostizieren Strategen der amerikanischen multinationalen Megabank JPMorgan Chase & Co. ein denkbares Szenario, in dem Bitcoin es ernsthaft mit seinem Vorbild aufnehmen kann. Am 5. Januar zitierte ein Bloomberg-Bericht eine Notiz der Strategen der Bank, angeführt von Nikolaos Panigirtzoglou. Darin zeichnen sie einen Weg, wie die Gesamtinvestitionen des privaten Sektors durch Bitcoin kaufen den Wert erreichen können, der derzeit in Gold investiert wird. Die Goldinvestitionen beziehen sich entweder auf börsengehandelte Fonds oder Barren und Münzen.

Dabei betonte das Strategie-Team von JPMorgan, dass ein solcher Weg entscheidend von der Annäherung der Volatilität Bitcoins an Gold abhängt. Allerdings scheint bis dahin noch einige Zeit zu vergehen:

„Eine Verdrängung von Gold als ‚alternative‘ Währung impliziert langfristig ein großes Aufwärtspotenzial für Bitcoin […] dass eine Annäherung der Volatilitäten zwischen Bitcoin und Gold schnell passiert, ist unwahrscheinlich und unserer Meinung nach ein mehrjähriger Prozess. Dies impliziert, dass das theoretische Bitcoin-Kursziel von über 146 Tsd. US-Dollar als langfristiges Ziel betrachtet werden sollte und somit ein nicht nachhaltiges Kursziel für dieses Jahr darstellt.“

Vor dem Hintergrund dieser anhaltenden Volatilität identifizierten die JPMorgan-Strategen dennoch starke positive Anzeichen für die Kryptowährung. Sie warnten jedoch, dass das Analysieren der Investitionslandschaft auf mittlere Sicht schwierig bleibt:

„Der Bewertungs- und Positionshintergrund ist für Bitcoin zu Beginn des neuen Jahres sehr viel herausfordernder geworden […] Während wir die Möglichkeit nicht ausschließen können, dass sich die aktuelle spekulative Manie weiter ausbreitet und den Bitcoin-Preis in Richtung der Konsensuszone zwischen 50.000 und 100.000 US-Dollar treibt, glauben wir, dass sich solche Preisniveaus als nicht nachhaltig erweisen würden.“

Allzeithoch von Bitcoin gegenüber Gold

Am 1. Januar erreichte Bitcoin ein Allzeithoch gegenüber Gold. BTC übertraf damit seinen vorherigen Höchststand von 10,75 Unzen während des Bullenmarktes im Winter 2017. Den aktuellen Höchstwert erzielte die Kryptowährung am Morgen des 3. Januar 2021 mit 18,187 Unzen. Seitdem pendelt der Wert zwischen 15,5 und 17.

BTC XAU Chart

Im Dezember des vergangenen Jahres deutete dasselbe Team von Strategen unter der Leitung von Panigirtzoglou bereits an, dass Bitcoin in der Zukunft den Marktanteil von Gold an sich reißen könnte. Damit stellte es eine größere Verschiebung der institutionellen Anlagen in Richtung der Kryptowährung in Aussicht. (Profitiere selbst vom Handel von Bitcoin und Gold.)

Fazit

Bitcoin hat nach wie vor einen weiten Weg zum digitalen Gold vor sich. Dennoch erhält BTC mit den Aussagen der Strategen von JPMorgan Rückendeckung für sein ambitioniertes Vorhaben. Auch sie sind davon überzeugt, dass Gold als Edelmetall zunehmend Marktanteile an Bitcoin abtreten wird, wenn auch nicht sofort.

Durch immer weitere Investitionen institutioneller Anleger in die Kryptowährung besteht in den kommenden Monaten und Jahren das Potenzial der Marktvolumensteigerung. Sobald die Gesamtmarktkapitalisierung von Bitcoin mehrere Billionen US-Dollar erreicht hat, könnte der Markt die notwendige Liquidität aufweisen, damit Großinvestoren Summen in Milliardenhöhe in Bitcoin investieren beziehungsweise wieder in andere Anlageklassen aus BTC heraus transferieren. Letztendlich macht das einen Save Haven aus.

Über Mathias Wagner

Mathias ist Krypto-Enthusiast seit 2017. Begonnen hat die Krypto-Reise mit Airdrops verschiedenster Projekte. Nach und nach tauchte Mathias immer tiefer in die Thematik rund um Kryptowährungen und die Blockchain ein. Er liebt es über die verschiedenen Projekte zu recherchieren und zu schreiben. Dass BTC, ETH & Co. die Zukunft gehört, steht für ihn außer Frage.

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