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Hat der Mt. Gox Bitcoin Hacker seine Identität preisgegeben?

Überblick:

  • Wallet von Mt. Gox Hack aufgetaucht
  • Craig Wright klagt Wallet wieder ein
  • Wright bezeichnet sich als wahrer Nakamoto

Nur wenige Menschen würden freiwillig bekannt geben, dass Sie am größten Bitcoin-Hack aller Zeiten beteiligt waren. So gab der selbsternannte Bitcoin-Erfinder Craig Wright jüngst bekannt, dass er die Bitcoin-Börse Mt. Gox im Jahr 2011 gehackt hat. Bei diesem Angriff stahl der Angreifer 79.956 BTC – aus heutiger Sicht sind das mehr als 751 Millionen US-Dollar.

Anwaltskanzlei gibt Hinweis auf Beteiligung am Angriff

Craig Wright ist nicht nur der selbsternannte Erfinder von Bitcoin, sondern womöglich auch der berühmte Angreifer hinter dem Hack von Mt. Gox aus dem Jahr 2011. Zum damaligen Zeitpunkt stahl der Angreifer 79.956 Bitcoin und transferierte diese an eine Wallet-Adresse.

Nun gibt es neue Hinweise, die nahelegen, dass Wright der Angreifer hinter dem Hack auf Mt. Gox ist. In einem Brief, der an den Bitcoin-Dienstleister Blockstream ging, verdeutlicht Wrights Anwaltskanzlei, dass Wright im Besitz zweier Bitcoin-Adressen sei. Im Grunde ist dieses Schreiben keine eigene News wert. Allerdings steht eine der beiden Adresse im direkten Zusammenhang mit dem damaligen Angriff. Mark Karpeles, ehemaliger CEO von Mt. Gox, bestätigt, dass die eine Wallet-Adresse die kompletten BTC erhielt.

Demnach sei die 1Feex-Adresse – diese enthält immerhin bis zu 80.000 BTC – korrekt. Sämtliche darin aufbewahrten Coins stehen im direkten Zusammenhang mit dem Angriff auf die Bitcoin-Börse aus dem Jahr 2011. So soll Wright bis vor kurzem noch die Kontrolle über diese Adresse besessen haben. Wenn es nach Karpeles geht, müsste Wright die rechtliche Haftung für Schäden und Zinsen übernehmen.

79.956 BTC auf der Wallet-Adresse vom Mt. Gox Hack

Ein Blick auf den Bitcoin Block Explorer verdeutlicht recht schnell, dass sich auf der Wallet noch immer 79.956 BTC befinden. Dementsprechend liegen mehrere Millionen US-Dollar auf dem Konto der Angreifer.

Auch Riccardo Spagni, Monero-Entwickler, scheint etwas überrascht von der aktuellen Entwicklung. Laut Spagni würde ein öffentliches Statement bedeuten, dass sich Wright in der Öffentlichkeit als Täter identifiziert hat.

„Nur damit das klar ist: Craig Wright hat gerade offen zugegeben (über seine Anwälte), der Typ zu sein, der 80.000 BTC von Mtgox gestohlen hat. Die Screenshots unten zeigen die Gerichtsdokumente, aus denen hervorgeht, dass die „1Feex“-Adresse die Adresse ist, an die die gestohlenen Mtgox-Gelder geschickt wurden.“ – Riccardo Spagni

Wie aus dem Brief der Anwälte nun hervorgeht, soll ein Dieb Wright am 5. Februar 2020 die Zugänge zu dieser Wallet entwendet haben. Obwohl es so scheint, als wäre Wright der eigentliche Verbrecher, der zahlreiche Anleger um ihre Coins gebracht hat, möchte dieser nun gegen die Angreifer vorgehen, indem er Blockstream dazu auffordert etwas zu unternehmen.

In dem offiziellen Schreiben an Blockstream heißt es, dass die verlorenen Gelder noch immer Wright gehören. Dementsprechend fordern Wrights Anwälte, dass das verlorene Geld nicht verlegt wird. Zudem unterstellt die Klage, dass Blockstream das Bitcoin-Netzwerk betreibt und für sämtliche Transaktionen verantwortlich ist, welche über das Netzwerk abgewickelt werden. Allerdings handelt es sich bei Bitcoin um ein dezentrales Netzwerk mit mehr als 10.000 Nodes auf der gesamten Welt.

Ist Wright der Mtgox Hacker?

Im ersten Moment scheint es, als ob Wright wirklich der Hacker hinter dem Mt. Gox Angriff aus 2011 ist. Immerhin klagen Wrights Anwälte von SCA ONTIER aktiv gegen Blockstream. Außerdem heißt es in dem Schreiben, dass die Bitcoin-Adresse 1Feex das Eigentum von Dr. Craig Wright sei und dieser der eigentliche Kopf hinter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto ist.

Auf den zweiten Blick ist es eher unwahrscheinlich, dass Wright sich als der Hacker von damals bekannt gibt. Immerhin stahl er beim Angriff auf Mt. Gox beinahe 80.000 BTC und brachte zahlreiche Nutzer um ein Vermögen. Entspräche dies der Wahrheit, so würde sich Wright selbst zum Opfer zahlreicher behördlicher Untersuchungen machen. Außerdem gab es in der Vergangenheit bereits mehrere Entwickler, die sich als Satoshi Nakamoto ausgaben. Bisher konnte keiner dieser Entwickler abschließend mit Nakamoto in Verbindung gebracht werden. Schlussendlich, dieser Ansicht ist auch Mark Karpeles, müsste Wright nicht nur die gestohlenen Bitcoin an die eigentlichen Besitzer zurückzahlen, sondern auch noch für den verursachten Schaden aufkommen. Folglich erscheint es aus menschlicher Sicht eher unwahrscheinlich, dass sich Wright freiwillig als der Angreifer ausgibt.

Fazit: Klage gegen Blockstream nur eine Ente?

Dass Wright wirklich der Angreifer aus dem Jahr 2011 ist, erscheint eher unwahrscheinlich. Nichtsdestotrotz liegt die Klage der Rechtsanwälte von SCA ONTIER vor und verhärtet die Hinweise, dass etwas Wahrheit in dieser Geschichte steckt.

Geht es nach Mark Karpeles oder Riccardo Spagni, dann ist der Nachricht eher wenig Vertrauenswürdigkeit entgegenzubringen. Auch aus meiner Sicht scheint es sich hierbei um eine falsche Mitteilung zu handeln. Aus rein logischen Gesichtspunkten wäre es grob fahrlässig, wenn sich Wright als der damalige Angreifer zu erkennen gäbe.

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