Das große Upgrade für Ethereum 2.0 – lohnt sich jetzt noch ein ETH 1.0 Investment?

Übersicht:

  • Die Entwicklung der Ethereum Blockchain
  • So funktioniert Ethereum 2.0
  • Investieren in Ethereum 2.0
  • Fazit: Ethereum 2.0 kann vieles ändern

Die Kryptowährung Ethereum zählt mit zu den wichtigsten überhaupt und belegt nach Bitcoin konstant den zweiten Platz nach Marktkapitalisierung. Dies ist besonders auf die gewährleistete Sicherheit und die Verwendung von Smart Contracts zurückzuführen. Dadurch haben Nutzer die Möglichkeit, eigene Applikationen auf der Blockchain zu speichern und benutzerdefinierte ERC20 Token zu erstellen. Durch das Upgrade auf Ethereum 2.0 soll diese Blockchain nun noch effizienter funktionieren können.

Dabei handelt es sich bei Ethereum um ein quelloffenes Peer-to-Peer System, bei welchem die Nutzer im direkten Austausch zueinander stehen und nicht auf einen zentralen Server angewiesen sind. Die Ethereum Blockchain gilt dabei als die zugrunde liegende Datenbasis und wird fortlaufend von den Teilnehmern überprüft.

Das Entwicklerteam rund um Vitalik Buterin arbeitet bereits seit 2015 an dem Projekt und konnte über die Jahre einige herausragende Innovationen schaffen. So hat sich die Schaffung neuer Token nach dem ERC20 Standard bereits für zahlreiche Kryptowährungen etabliert, darunter auch Chainlink (LINK).

Nun steht im Jahr 2020 die neueste Entwicklung im Netzwerk an, nämlich das Upgrade von Ethereum 1.0 zu Ethereum 2.0. Dadurch sollen einige neue Funktionen in das Protokoll eingebunden werden, welche besonders für Investoren und Anwender neue Vorteile schaffen könnte.

Die Entwicklung der Ethereum Blockchain

Um die Funktionsweise von Ethereum zu verstehen, lohnt es sich die Geschichte dahinter zu betrachten. Wie bei allen anderen Assets, sollte ein Investment nur dann erfolgen, wenn man das zugrunde liegende Produkt auch verstanden hat und dem Projekt genügend Vertrauen schenken kann. Hierfür spielt auch das Team und die Community des Projektes eine große Rolle.

Der große Vorteil von Ethereum liegt gegenüber Bitcoin klar in der Funktion der Smart Contracts. Jedoch ist Ethereum heute längst nicht mehr die einzige Blockchain, welche effiziente Lösungen hierfür anbietet. Jedoch ist sie nach wie vor die größte, welche zudem am meisten Zuspruch von den Anwendern findet. Allgemein gilt eine Blockchain als je sicherer, desto mehr Nutzer daran teilnehmen und zur Sicherheit beitragen. Laut einer Studie von Stateofthedapps belegt Ethereum nach wie vor den ersten Platz in Bezug auf die gesamte Anzahl der dezentralen Applikationen (dApps).

Bevor die Ethereum Blockchain im Jahr 2015 öffentlich zugänglich war, entstand bereits im Jahr 2013 das Whitepaper dazu. Dieses trug den Titel „Ethereum: A Next Generation Smart Contract & Decentralized Application Platform“ und wurde 2014 von Vitalik Buterin auf der North American Bitcoin Conference in Miami vorgestellt. Die Ethereum Virtual Maschine (EVM) und das Yellowpaper mit den formellen Spezifikationen wurden ebenfalls im Jahr 2014 von Mitbegründer Gavin Wood veröffentlicht. Bereits im Jahr 2016 konnte Ethereum eine Marktkapitalisierung von einer Milliarde US-Dollar verzeichnen. Die Entwicklung wird seit jeher von der schweizerischen Stiftung Ethereum Foundation geleitet.

Mitbegründer ist ebenfalls Joseph Lubin, welcher ehemals als Manager bei Goldman Sachs tätig war. Dieser entwickelt zudem mit seiner New Yorker Firma ConsenSys Anwendungen für Ethereum. Seit dem Jahr 2017 besteht die Enterprise Ethereum Alliance (EEA), welche sich aus verschiedenen Forschungsgruppen, Unternehmen, Startups und Banken zusammensetzt.

Metropolis & Serenity

Die erste Version von Ethereum aus dem Jahr 2015 namens Ethereum Frontier stellte das Grundgerüst der Blockchain dar. Dieses verfügte bereits über Smart Contracts und beruhte auf dem Algorithmus Proof of Work.

Im Jahr 2016 erfolgte der Übergang von Ethereum Frontier zu Homestead und der Fokus lag speziell auf der Verbesserung der Sicherheit des Netzwerkes.

Die weiteren Hauptziele tragen die Titel Metropolis und Serenity, wobei diese auch oft als Ethereum 2.0 bezeichnet werden. Dabei steht Metropolis als Projekt, welches Anwendungen für den Endverbraucher schaffen möchte und somit die Akzeptanz im Mainstream vorantreibt. Darunter zählen beispielsweise die Verwendung von Light Clients, um die Synchronisierung mit der Blockchain zu beschleunigen. Ebenso soll durch die Verwendung von zk-SNARKs die anonyme Nutzung von Ethereum möglich sein.

Durch das Update auf Ethereum Serenity ist zudem ein Wechsel vom Algorithmus Proof of Work hin zu Proof of Stake geplant. Dadurch können Nutzer Kosten beim Mining sparen und der Prozess gestaltet sich umweltfreundlicher. Bis zum Jahr 2021 sollen auch Beacon-Ketten und Sharding Verwendung im Protokoll finden.

So funktioniert Ethereum 2.0

Als Programmiersprache kommt bei Ethereum in der Regel Solidity zum Einsatz. Diese wurde eigens für die Erstellung von Smart Contracts entwickelt. Jedoch lassen sich auch zahlreiche andere Programmiersprachen in Ethereum Virtual Machine ausführen.

Durch diese Smart Contracts lassen sich bestimmte Beziehungen in Webseiten und Anwendungen festlegen, welche strikt nach dem vorhergesehenen Code funktionieren. Somit lassen sich Manipulationen und nachträgliche Änderungen in Datenbanken unterbinden. Ein breites Anwendungsgebiet hierfür sind dezentrale Finanzinstrumente (DeFi), wobei durch die Blockchain gesicherte Verträge entstehen können.

Neben Anwendungen aus dem Bereich der Finanzen lassen sich auch dezentrale Organisationen (DAO) verwalten. Diese lässt sich vergleichen mit einem digitalen Unternehmen, welches alle Entscheidungen durch einen festgelegten Code trifft. Dadurch liegt die Entscheidungskraft bei allen Teilnehmern und nicht bei einer einzigen Instanz. Dies verhindert beispielsweise, dass eine Person über die Meinungen von anderen hinweg regiert.

Ethereum 2.0 Mining
Ethereum 2.0 kann durch das Staking ein passives Einkommen generieren

Proof of Stake

Ab 2020 beginnt für Ethereum ein neuer Abschnitt bezüglich der zusätzlichen Funktionen. Dies betrifft unter anderem den Bereich des Mining, da ein neuer Algorithmus zum Schürfen von Rewards eingeführt wird. Somit können alle Halter der Währung Ether passives Einkommen generieren. Voraussetzung hierfür ist eine bestimmte Menge an Ether, welche in einem Smart Contract hinterlegt ist und damit nicht liquide ist. Bisher geht man davon aus, das die benötigte Menge 32 Ether sein wird.

Der Algorithmus Proof of Stake bietet einige Vorteile gegenüber dem Proof of Work. Hierzu zählen mitunter der Stromverbrauch, die gleichmäßige Verteilung der Rewards und die Unabhängigkeit von Monopolstellungen bei der Herstellung von Hardware. Befürworter dieser Änderung argumentieren zudem, dass Ethereum dadurch Ressourcen effizienter nutzen kann und dadurch auch mehr Skalierbarkeit erreicht. Laut Vitalik Buterin kann Ethereum bereits in Phase 1 etwa 100.000 Transaktionen pro Sekunde verarbeiten.

Beacon Chain

Der wesentliche Kern um diese Skalierbarkeit zu erreichen ist die Beacon Chain. Diese Kette ermöglicht den Proof of Stake und dadurch auch Mechanismen wie das Sharding, eWasm und Cross Link. Der erste Block der Beacon Chain entstand bereits im April 2020 auf einem Testnet.

Die Beacon Chain übernimmt dabei die Rolle einer Sidechain, welche die Validation für das Staking übernimmt. Zu den Aufgaben gehören die Verwaltung, Bereitstellung von Zufallszahlen, Aufnahme von neuen Validatoren und die Sicherheit. Die Beacon Chain bestimmt zudem wer den nächsten Block validieren darf, außerdem belohnt sie gutes Verhalten und bestraft betrügerische Absichten.

Sharding

Durch das Aufteilen der Blockchain in einzelne Fragmente müssen Nodes fortan nicht mehr die ganze Blockchain speichern. Mit der Verteilung in einzelne Shards lässt sich die Blockchain per se entlasten und eine höhere Skalierbarkeit erreichen. Mit zunehmender Größe kann das Speichern einer gesamten Blockchain durchaus mit langwierigen Prozessen und enormen Datenmengen verbunden sein.

Einzelne Shards können somit spezifische Aufgaben übernehmen und die Regeln anderer Blockchains annehmen. Durch die Beacon Chain können alle Shard Chains miteinander koordiniert werden. Diese Anordnung und Interoperabilität der einzelnen Blockchains kann zu einem Durchbruch in Sachen Skalierbarkeit führen. So lassen sich zum Beispiel Bitcoin und andere Werte ohne weiteres auf der Ethereum Blockchain abbilden. Laut einiger Aussagen existieren bereits mehr Bitcoin im Ethereum Netzwerk, als auf dem Lightning Netzwerk.

Investieren in Ethereum 2.0

Da der Übergang von Ethereum 1.0 zu Ethereum 2.0 sehr langwierig ist und mehrere Schritte umfasst, müssen sich Investoren keine Gedanken machen. Die grundlegende Währung Ether ist weiterhin das Zahlungsmittel, um auf der Blockchain zu agieren. Anders als bei vielen anderen Hardforks entsteht in diesem Upgrade keine neue Blockchain bzw. Währung.

Aus diesem Grund kann es durchaus Sinn ergeben, bereits vor dem Prozess in Ethereum zu investieren. Sobald sich die ersten Erfolge von Ethereum 2.0 deutlich zu erkennen geben, könnten auch institutionelle Investoren auf das Projekt aufmerksam werden. Besonders das Staking in Verbindung mit einem passiven Einkommen könnte als willkommene Geldanlage mit sehenswerter Rendite dienen.

Da Ethereum gegenüber anderen Kryptowährungen deutlich mehr Vorteile bietet, sowie große Unternehmen dahinterstehen, ist das Potenzial für weiteres Wachstum noch lange nicht ausgeschöpft. Ebenso profitiert Ethereum auch vom Erfolg von anderen Projekten, welche auf die Ethereum Blockchain angewiesen sind und ihre Gebühren dort zahlen. Besonders das rasante Wachstum von dezentralen Finanzen könnte hier neue Nutzer und Kunden generieren.

Ethereum wo und wie kaufen?

Ein Investment in Ethereum kann über verschiedene Wege erfolgen. Der einfachste ist über eine seriöse Börse oder einen CFD-Broker. Diese benötigen in der Regel nur eine Email-Adresse für die Erstellung eines Accounts. Anschließend können Kunden per Banküberweisung oder Kreditkarte Einzahlungen vornehmen und Ethereum kaufen.

Wer sein Investment nicht auf einer Börse lagern möchte, sollte sein Guthaben anschließend auf ein geeignetes Wallet senden. Am besten eignen sich hierfür Hardware Wallets, da diese unabhängig vom Internet funktionieren und somit die höchste Sicherheit bieten.

Beim Anlegen in Kryptowährungen sollte zudem niemals der komplette Betrag auf einmal investiert werden. Vielmehr sollte der Kauf in mehrere Tranchen aufgeteilt und nacheinander getätigt werden. Dadurch verringert sich das Risiko zu einem schlechten Einkaufspreis einzusteigen. Die Börse Bitpanda bietet zum Beispiel verschiedene Sparpläne an, wodurch der Kauf in bestimmten Zeitabständen automatisch erfolgt. Durch erhält man einen Durchschnittspreis und kann somit starken Kursschwankungen entgegenwirken.

Ethereum 2.0 handeln
Wer mit Ethereum 2.0 handeln möchte, hat dazu verschiedene Möglichkeiten.

Fazit: Ethereum 2.0 kann vieles ändern

Auch wenn die vollständige Implementierung von Ethereum 2.0 noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird, so lassen sich die Vorteile bereits absehen. Ebenso zeigt sich, dass die Entwickler ihren Vorgaben auch gerecht werden und eine Umsetzung der Neuerungen definitiv machbar ist. Erste Ergebnisse laufen bereits in Testphasen und deuten einen klaren Erfolg auf diesem Gebiet an.

Besonders durch das Sharding könnte Ethereum 2.0 einen weiteren Meilenstein in Bezug auf die Skalierbarkeit setzen und sich von der Konkurrenz abheben. Dadurch wäre die Monopolstellung von Ethereum und dem ERC20 Standard ein weiteres Mal bewiesen und könnte sich somit endgültig durchsetzen. Durch das Staking steigt für Investoren auch der Anreiz, ein passives Einkommen durch Ethereum zu generieren.

Unabhängig von der Dauer des Upgrades kann sich ein Investment in Ethereum also immer lohnen, da es zu den besten Projekten im Bereich von Kryptowährungen zählt. Ähnlich wie Bitcoin selbst sollte es deshalb in keinem guten Portfolio fehlen.

Patrick Heintz
Über Patrick Heintz

Patrick hat seinen Fokus auf der Recherche und Analyse von erfolgsversprechenden Projekten im Bereich Kryptowährungen. Dabei ist ihm wichtig, die Thematik verständlich und aus verschiedenen Blickwinkeln zu vermitteln.

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