Die reichsten Bitcoin-Millionäre der Welt im Überblick

Den Traum mit Kryptowährungen wie Bitcoin reich zu werden, hatten wohl viele, nachdem das Konzept von Blockchain und Dezentralisierung berühmt wurde. Doch nur wenige hatten früh genug den richtigen Spürsinn, eine großartige Idee für die Weiterentwicklung oder waren einfach zur rechten Zeit am rechten Ort. Wer sind diese Persönlichkeiten und welche Rolle spielen sie in der Welt der Kryptowährungen? Die reichsten und bekanntesten Bitcoin-Millionäre und ihr geschätztes Nettovermögen in Form von Kryptowährungen hier im Ranking.

1. Chris Larsen – der reichste Bitcoin-Investor

Der 60-jährige Stanford Absolvent ist ein erfahrener Unternehmer und Investor. Sein großer Einstieg in die Krypto-Welt war 2012. Gemeinsam mit Jed McCaleb gründete Larsen Ripple Labs Inc. und brachte die Kryptowährung Ripple (XRP) auf den Markt. Ripple sollte ein Konkurrent zum traditionellen Bankensystem darstellen. Dabei setzte XRP auf schnelle und deutlich kostengünstiger Transaktionen. Dies ist besonders bei internationalen Geldtransfers ein entscheidender Faktor. Zu den Kunden des Unternehmens gehören mehr als 300 große Unternehmen, darunter Santander, Mitsubishi Financial oder die Bank of America.

Larsen soll rund 5,2 Milliarden XRP Token und 17 % Beteiligung am Unternehmen Ripple besitzen. Das entspricht einem umgerechneten Nettovermögen von 7 bis 8 Milliarden US-Dollar. Damit ist der Krypto-Milliardär vermutlich der Reichste in der Branche.

2. Joseph Lubin – vom Angestellten zum Bitcoin-Millionär

Der Kanadier war früher leitender Angestellter bei Goldman Sachs. Wie viele andere in der Liste der bekanntesten Krypto- und Bitcoin-Millionäre ließ auch Lubin sich in der Geburtsstunde des Bitcoins von Nakamoto und seinem berühmten Whitepaper inspirieren. Lubin war überzeugt, dass eine gemeinsame Infrastruktur als Organisationsprinzip für die Welt der richtige Weg in die Zukunft sein könnte. Seitdem war Lubin an vielen Projekten beteiligt. Er war Mitbegründer von Ethereum und ist treibende Kraft hinter ConsenSys, einem Software-Unternehmen, das Unternehmen und Startups dabei hilft, dApps zu entwickeln. Da Lubin in der Vergangenheit immer wieder einen Teil seines Vermögens in Form von Bitcoin und Ethereum in ConsenSys reinvestierte, ist die Einschätzung seines Krypto-Vermögens sehr vage. Sein Nettovermögen wird laut Forbes auf 1 bis 5 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Joseph Lubin @Ivo Näpflin
Joseph Lubin @Ivo Näpflin, Flickr

3. Micree Zhan Ketuan – reich durch Bitcoin

Der 41-jährige chinesische Elektroingenieur ist vielen möglicherweise gar nicht bekannt. Dennoch gehört er mit seinem geschätzten Vermögen von rund 2,7 Milliarden US-Dollar eindeutig auf die Liste der Bitcoin Milliardäre. Der Grund für seine geringe Bekanntheit liegt vermutlich in seiner Funktion und der Vereinbarung, die er damals mit seinem Geschäftspartner traf.

Zhan gründete gemeinsam mit Wu Jihan den Krypto-Mining-Riesen Bitmain, zu dem zwei der größten Bitcoin-Mining-Pools der Welt BTC.com und Antpool gehören. Darüber hinaus ist das Unternehmen auch der größte Anbieter für Mining-Hardware. Während Zhan Ketuan rund 36 % der Anteile am Unternehmen hält, gehören seinem Gründungspartner nur 20 % des Unternehmens. Denn Zhan ist für die technischen Details hinter dem Unternehmen verantwortlich, während Jihan sich um Marketing kümmert und das repräsentative Gesicht ist.

4. Der weltbekannte Bitcoin-Millionär Changpeng Zhao

An dem Gründer der aktuell größten Krypto-Börse der Welt kommt man bei einem solchen Ranking kaum vorbei. Der 41-jährige, der oft einfach nur „CZ“ genannt wird, ist Kanadier mit chinesischen Wurzeln. Durch die Verbannung aus China, lebte die Familie in Kanada in sehr einfachen Verhältnissen, heute ist Zhao hingegen ein Krypto-Milliardär.

Zhao studierte Informatik und legte danach eine beeindruckende Karriere hin. Im Alter von 27 Jahren hatte er bereits 3 Beförderungen in nur 2 Jahren erhalten und arbeitete unter anderem für die Börsen in New York und Tokio. Doch das reichte dem ehrgeizigen und ungeduldigen Zhao nicht. Nachdem er in Shanghai das erfolgreiche Unternehmen, verantwortlich für einige der schnellsten Hochfrequenzhandelssysteme, aufgebaut hatte, setzte er 2014 alles auf eine Karte.

Er verkaufte sein Haus und investierte alles in Bitcoin und arbeitete an verschiedenen Krypto-basierten Projekten mit wie zum Beispiel Blockchain.info oder OKChain. Legendär war jedoch der Aufbau der Handelsbörse Binance. In nur 6 Monaten nach seiner Gründung avancierte Binance zur größten Kryptowährungsbörse der Welt. Die Plattform hat inzwischen weit über 6 Millionen Nutzer und hat sich zu einem eigenen Ökosystem mit eigenem Token entwickelt. Außerdem war Binance eines der ersten Unternehmen, welches eine dezentralen Börse (DEX) einführten. Es ist anzunehmen, dass CZ in den nächsten Jahren sogar noch um einiges reicher wird.

5. Cameron und Tyler Winklevoss – von Facebook in die Krypto-Welt

Das neue Buch von Ben Mezrich „Bitcoin Milliardäre“ und ist eine gute Einschätzung des Vermögens von Cameron und Tyler Winklevoss. Wer das Duo nicht bereits durch die Gründungsgeschichte von Facebook kennt, der lernte sie spätestens als einflussreiche Persönlichkeiten der Krypto-Szene kennen.

Cameron und Tyler verklagten Mark Zuckerberg, da dieser ihre Idee für das soziale Netzwerk gestohlen haben soll. Die Parteien konnten einen Vergleich aushandeln, der den Winklevoss Brüdern 65 Millionen Dollar einbrachte. Das Geld reinvestierten die beiden in verschiedene Risikoprojekte darunter auch Bitcoin und andere Kryptowährungen wie Ethereum. Anfangs noch belächelt, besonders weil Facebook zu dieser Zeit ein rasantes Wachstum verzeichnete, behielten die Brüder letztlich Recht mit ihrer Investment-Entscheidung. Ein paar Jahre später gründeten die beiden olympischen Ruderer außerdem die Kryptowährungsbörse Gemini.

Winklevoss Zwillinge
Winklevoss Zwillinge bei TechCrunch Disrupt 2015 @Noam Gala, Flickr TechCrunch

6. Der Coinbase-Gründer Brian Armstrong

Zum Krypto- und Bitcoin Milliardär wurde Brian Armstrong durch die Mitgründung der beliebten Krypto-Handelsbörse Coinbase. Die Plattform ist bei Einsteigern besonders beliebt, denn sie bietet Privatkunden die Möglichkeit verschiedene Kryptowährungen wie Bitcoin, Bitcoin Cash, Ether oder Litecoin im Austausch gegen Fiat-Währungen zu kaufen. Damit ist sie ideal für einen Umtausch von Fiat- auf Kryptowährungen. Besonders beliebt ist die Plattform in den USA. Mittlerweile hat sie auch in anderen Ländern eine breite Kundenbasis gewonnen.

Armstrongs Vermögen setzt sich zum Großteil aus seinen Anteilen an Coinbase zusammen. Er besitzt außerdem noch eine nicht unerhebliche Menge an verschiedenen Kryptowährungen. Armstrong möchte sein Bitcoin-Vermögen nicht nur für sich behalten. Er war der erste unter den Bitcoin-Millionären, der sich Bill Gates Stiftung Giving Pledge angeschlossen und versprochen hat einen Großteil seines Vermögens für die Wohltätigkeit zu spenden.

Brian Armstrong bei TechCrunch Disrupt SF2018
Brian Armstrong bei TechCrunch Disrupt SF2018 @Steve Jennings, Flickr TechCrunch

7. Brock Pierce – ein eher unbekannter Bitcoin-Millionär

Der einstige Kinderstar hat sich inzwischen zu einem erfolgreichen Unternehmer entwickelt. In die Krypto-Szene fand Pierce auf indirektem Wege durch den Gaming-Sektor. Als begeisterter Spieler gründete er Internet Gaming Entertainment, eine der größten Unternehmen für den Handel mit Virtual Assets. Über die Videospielwährungen landete er schließlich zu den Kryptowährungen.

Das Konzept von Bitcoin begeisterte ihn sofort, sodass er sein voriges Unternehmen aufgab, um sich vollständig dem Aufbau von duzenden Krypto-Unternehmen zu widmen. Er half beim Aufbau von Bitfury, Blockchain Capital, Block.One, Coinbase, Ethereum, Mastercoin und Tether. Pierce ist außerdem Vorsitzender der Bitcoin Foundation und als Berater für Block.One tätig.

Brock Pierce bei SingularityU The Netherlands Summit 2016 r
Brock Pierce bei SingularityU The Netherlands Summit 2016 @ Sebastiaan ter Burg, Flickr

8. Michael Novogratz – Vom Milliardär zum Krypto-Milliardär

Novogratz war bereits lange vor der Erfindung von Kryptowährungen ein Milliardär. Doch nach dem wirtschaftlichen Zusammenbruch von 2007 verlor er den Großteil seines Vermögens. Umso beeindruckender ist nun sein Comeback als Krypto-Millionär.

Im Jahr 2013 begann er in verschiedene Kryptowährungen zu investieren. Seit 2015 konzentriert sich der erfahrene Hedgefonds-Manager ausschließlich auf dieses Thema. Neben einem Investment hat er sich in den vergangen Jahren auf den Aufbau von Galaxy Digital, eine Handelsbank auf Basis von Distributed-Ledger-Technologien mit Mainstream-Potential, konzentriert.

Joseph Lubin und Michael Novogratz
Joseph Lubin und Michael Novogratz bei RISE 2018 Hongkong @RISE, Flickr

9. Vitalik Buterin – Der Kopf hinter Ethereum

Mit 25 Jahren ist Vitalik Buterin vermutlich einer der jüngsten Krypto-Millionäre. Sein Vater machte ihn im Alter von 17 Jahren auf Bitcoin aufmerksam. So zeigte Buterin bereits als Teenager Interesse für das Thema. Er begann schon bald über Bitcoin und dezentrale Bezahlsysteme hinaus zu denken und entwickelte die Idee der dezentralen Anwendungen (dApps) und Smart Contracts. Sie eröffneten eine ganz neue Perspektive und machten den Einsatz der Blockchain auch außerhalb des Finanz- und Trading-Sektors interessant.

Buterin verfasste das Whitepaper zu Ethereum und die Idee kam mithilfe von Josef Lublin, Charles Hoskinson und vielen anderen ins Rollen. Heute ist Ethereum nach Bitcoin die zweitgrößte Blockchain der Welt. Das Unternehmen arbeitet inzwischen auch mit vielen großen Unternehmen außerhalb der Krypto-Szene wie Microsoft, JP Morgan oder BP. Obwohl Buterin in seinen jungen Jahren bereits etliche Millionen auf dem Konto aufweisen kann, ist er sehr bescheiden geblieben. Außerdem hatButerin an Projekten wie OmiseGo, Machine Intelligence Research Institute und das Internet Archive gearbeitet oder diese auch finanziell unterstützt.

Vitalik Buterin
Vitalik Buterin bei TechCrunch Disrupt London 2015 @John Phillips, Flickr

10. Der Schweizer Bitcoin-Millionär Niklas Nikolajsen

Der gebürtige Däne gibt sein Bitcoin-Vermögen auf ganz besondere Weise aus. Nikolajsen leistete sich unter anderem einen Rolls Royce. Wie er erklärte, habe er eine Wettschuld eingelöst, die fällig wurde, nachdem Bitcoin offiziell die 10.000 US-Dollar Marke überschritt. Das begehrte Kennzeichen für das neue Auto kosteten ihn umgerechnet über 200.000 Euro. Für weitere 18 Millionen kaufte er ein Anwesen in der Schweiz für seine Familie und sich. Er ist außerdem Mitbesitzer und Hauptsponsor des dänischen Top Hockey-Vereins Rungsted. Wie Niklas Nikolajsen sich das leisten kann?

Nikolajsen machte den ersten Schritt zum Bitcoin Millionär, indem er 1000 Bitcoins kaufte, als diese noch 0,50 Euro pro Stück kosteten. Außerdem war er 2013 einer der Mitbegründer von Bitcoin Suisse AG. Sie zählt zu den führenden Vermögensverwaltern und Finanzdienstleistern auf dem Markt. Besonders in der Schweiz und allgemein für den europäischen Raum ist das Unternehmen von großer Bedeutung.

Was sein Vermögen angeht oder das der Kunden, die ihr Geld bei der Bitcoin Suisse einlegen, lässt Nikolajsen sich nicht in die Karten schauen. In den vergangen Jahren ist Bitcoin Suisse deutlich gewachsen und hat expandiert. Inzwischen hat das Unternehmen eine Tochtergesellschaft in Liechtenstein und besitzt Minderheitsanteile an CoinRoutes im Wert von 3 Millionen US-Dollar. Das Nettovermögen von Bitcoin Suisse wird aktuell auf etwa 55 Millionen Schweizer Franken geschätzt. Experten sind sich sicher, dass der Wert sich nach dem geplanten Börsengang fast verdoppeln dürfte. Die angestrebte Banklizenz für das Jahr 2020 wird dem Erfolg des Unternehmens ebenfalls helfen.

Fazit

Durch die massiven Kursanstiege von Bitcoin und anderen Kryptowährungen scheint es, als wäre es ein Leichtes, praktisch über Nacht zum Bitcoin Millionär aufzusteigen. Der Trugschluss, dass durch Kryptowährungen die breite Masse reich werden könnte, wird schnell entkräftet, wenn man einen Blick auf die Bitcoin Rich List wirft. Die Anzahl der Bitcoin-Adressen, die mehr als 1 Bitcoin besitzen liegt bei weniger als 3 %. Andersrum gesagt, besitzen nur etwa 12.500 Bitcoin Adressen Bitcoins im Wert von 1 Million Dollar oder mehr. Davon gehören die Größten nicht Privatpersonen, sondern sind Unternehmens-Adressen und dienen als Cold-Wallets – siehe Huobi.

Der Großteil der hier aufgeführten Persönlichkeiten wurde durch frühzeitiges Investieren zum Bitcoin- oder Krypto-Millionär. Insbesondere das Festhalten an Kryptowährungen trotz Kursschwankungen, Kritik und Zweifeln trug dazu bei, dass sich das Vermögen rasant vermehrte. Einige von ihnen wurden sogar im Laufe der Zeit vermeintlich vom Bitcoin-Milliardär zum -Millionär degradiert. Diese Entwicklung dürften die meisten Investoren jedoch verkraften. Durch weitere Kurssteigerungen können die Vermögen der Investoren in den kommenden Jahren neue Höhen erreichen.

 



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