Bitcoin: Durchschnittliche Transaktionsgebühr steigt um 300%


Überblick:

  • Bitcoin Preis vor dem Halving sehr volatil
  • Auch die Transaktionsgebühren schwanken stark
  • Durchschnittliche Transaktionsgebühr steigt um 300%

Die Bitcoin-Transaktionsgebühren erleben einen 10-Monate-Höchststand.

Sie stieg im Schnitt von unter 1 US-Dollar auf über 3 US-Dollar

Experten spekulieren um die Entwicklung der Gebühren nach dem Halving.

Bitcoin Transaktionsgebühren verdreifachen sich

Die Durchschnittskosten für eine Bitcoin-Transaktion haben den höchsten Stand seit zehn Monaten erreicht. Am 8. Mai erreichten die durchschnittlichen Kosten für eine Transaktion 3,19 US-Dollar, den höchsten Preis seit Juli 2019, so die Daten von Bitinfocharts:

bitcoin_transaktionsgebühr_3monate

Die durchschnittlichen Gebühren sind den ganzen April über gestiegen. Während sie zu Beginn des Monats noch bei unter 0,40 US-Dollar pro Transaktion betrugen, legten sie bis Ende April um über 50% zu und stiegen danach immer schneller. Ein kurzer Abfall brachte den Durchschnitt kurze Zeit wieder auf unter 2 US-Dollar, stiegen aber erneut an, auf den Höchststand von 3,19 US-Dollar am 8. Mai.

Hohe Transaktionsgebühren signalisieren, dass mehr Menschen das Bitcoin-Netzwerk nutzen. Da jeder möchte, dass seine Transaktion so schnell wie möglich bearbeitet wird, zahlen viele höhere Gebühren. Diese führen dazu, dass sie von den Minern des Netzwerks bevorzugt bestätigt werden.

Bitcoin Transaktionsgebühren 2017

Es ist natürlich nicht das erste mal, dass die Bitcoin Transaktionsgebühren einen kräftigen Anstieg verzeichnen. Er ist jetzt sogar relativ schwach ausgeprägt, wenn man sich den historischen Chart der Transaktionsgebühren anschaut:

bitcoin_transaktionsgebühr_alltime

An das Jahr 2017 wird sich jeder erinnern, der schon seit längerer Zeit im Bereich Kryptowährungen aktiv ist. In diesem Jahr stieg Bitcoin von rund 1.000 US-Dollar auf bis zu 20.000 US-Dollar am Ende des Jahres. 

Am 1. Januar 2017 betrug die durchschnittliche Transaktionsgebühr lediglich 0,35%. Doch die zunehmend parabolische Preisentwicklung sorgte für einen kontinuierlichen Anstieg mit Spikes im Juni (5 US-Dollar), August (9 US-Dollar), November (20 US-Dollar). Am 21. Dezember lag die durchschnittliche Bitcoin Transaktionsgebühr bei 54 US-Dollar. 

Dieser Anstieg geschah bedingt durch zwei wesentliche Faktoren. Zum einen hat die stark wachsende Anzahl der Teilnehmer des Bitcoin-Netzwerks durch den Bullen-Markt für mehr Transaktionen gesorgt.

Zusammen mit dem Preisanstieg, der viele Investoren dazu brachte, Bitcoin zu Krypto-Börsen zu senden um sie dort zu verkaufen, ergab sich dieser exponentielle Trend. Seit Anfang 2018 sank die Transaktionsgebühr mit der gleichen Geschwindigkeit, mit der sie auch gestiegen war.

Wie kommen die Transaktionsgebühren zustande? 

bitcoin_mining

Jede Bitcoin-Transaktion muss der Blockchain, dem öffentlichen Hauptbuch aller Bitcoin-Transaktionen, hinzugefügt werden, um als erfolgreich abgeschlossen zu gelten. Die Transaktionen werden von Minern validiert, die mit leistungsstarken Computern den Kern des Netzwerks bilden und es warten.

Mit jedem “Block”, in der bestätigte Transaktionen enthalten sind, die zusammen nicht größer als 1 MegaByte sind, bekommt der Miner eine Prämie. Diese liegt nach dem Halving am 10. Mai 2020 bei 6.25 BTC/Block. Zusätzlich bekommt der Miner auch alle Gebühren, die durch die Transaktionen zustande kamen. 

Aus diesem Grund haben die Miner einen finanziellen Anreiz, der Validierung von Transaktionen, die eine höhere Gebühr enthalten, Vorrang einzuräumen. Für jemanden, der Gelder senden und eine schnelle Bestätigung erhalten möchte, kann die angemessene Gebühr, die einzubeziehen ist, in Abhängigkeit von einer Reihe von Faktoren stark variieren.

Zwar hängt die Gebühr nicht von dem Betrag den du sendest, doch von den jeweiligen Netzwerkbedingungen und der Größe deiner Transaktion ab.

Netzwerkbedingungen

Ein Block auf der Bitcoin-Blockchain kann maximal 1 MB an Informationen erhalten. Somit ist die Anzahl der Transaktionen, die in einem Block zusammengefasst werden kann, begrenzt. Wenn viele Nutzer Bitcoin senden, führt das zu einem Engpass an Speicherkapazität und man wartet länger auf die Bestätigung. 

Zunächst geht eine Bitcoin-Transaktion in den sogenannten Mempool. Der Mempool ist ein Sammelbecken für alle unbestätigten Transaktionen, in der sie landen bevor sie in einen Block aufgenommen werden.

Aus dieser Ansammlung von wartenden Transaktionen suchen sich die Miner die lukrativsten heraus. Ist der Mempool voll, entsteht ein harter Wettbewerb. Die Bitcoin-Nutzer konkurrieren darum, ihre Transaktion in den nächsten Block zu bekommen und die Miner konkurrieren um das Bestätigen der Transaktionen mit den höchsten Gebühren.

Transaktionsgröße

Die Tatsache, dass ein Block auf der Bitcoin-Blockchain nicht mehr als 1 MB an Informationen speichern kann, führt auch zu einem anderen wichtigen Faktor und zwar der Transaktionsgröße. Kleinere Transaktionen sind leichter zu validieren, während größere Transaktionen mehr Speicherplatz und Aufwand bedeuten. In der Regel ziehen die Miner die kleinen Transaktionen den großen vor. 

Fazit: Bitcoin Transaktionsgebühren pendeln sich wieder ein

Ich gehe davon aus, dass sich die Bitcoin Transaktionsgebühren nach dem Halving wieder stark reduzieren und auf einem niedrigeren Level einpendeln werden. Während der Pre-Halving Zeit wurde viel über den Preis spekuliert. Bitcoin legte einen sagenhaften Pump hin, gefolgt von einem starken Dump. Viele Whales haben vermutlich Bitcoin on-chain bewegt, zusätzlich zu den Retail-Tradern, was den Anstieg der Transaktionsgebühren getriggert hat. Mit steigender Anzahl an Nutzern des Netzwerks wird sich die Volatilität der Transaktionsgebühren vermindern.

 



Über den Autor

Online Marketer (SEO) // Cryptocurrency & Blockchain Enthusiast seit Anfang 2017 // Founder Cryptonator1337 // Co-Founder Shitcoingraveyard.com

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