Was ist Curve Finance (CRV)?

Überblick:

  • Curve Finance ist eine neue decentralized Exchange (DEX)
  • Die Handelsplattform tauscht Kryptowährungen zur Liquiditätsgenerierung in Stablecoins
  • Der Governance Token CRV wird vermögensabhängig an Nutzer der Plattform ausgezahlt

Curve Finance (CRV) – auch als Curve.fi bekannt – ist eine dezentrale Exchange (DEX), die nach einem ähnlichen Muster agiert, wie der bekannte Vertreter und Konkurrent UniSwap. Doch Curve legt den Fokus nicht auf den Token-zu-Token-Handel, sondern setzt auf Stablecoins als Tauschbasis. Infolge des DeFi-Hypes fand das Konzept von Curve schnell Anklang und die dezentrale Börse erfreute sich großer Beliebtheit.

Doch wie funktioniert Curve in der Praxis und welche Rolle übernimmt der CRV Token? Wir werfen einen detaillierteren Blick auf die beliebte Tauschplattform und prüfen, welchen Stellenwert das Projekt in dem DeFi-Universum einnimmt.

Wie funktioniert Curve Finance?

Die dezentrale Tauschplattform Curve ist auf den schnellen und günstigen Tausch von Währungspaaren ausgelegt. Die Plattform unterstützt hauptsächlich Stablecoins und BTC-Handelspaare. Zu den unterstützten Stablecoins gehören DAI, USDC, USDT, TUSD, BUSD und sUSD. Curve gilt als die DEX mit den günstigsten Gebühren unter allen dezentralen Börsen. Derzeit fallen lediglich 0,04 Prozent Gebühren beim Tausch einer digitalen Währung mit einem Stablecoin an. Häufig wird für einen prozessualen Vergleich das Verfahren bei dem großen Konkurrenten UniSwap herangezogen, um die Abgrenzung der beiden Plattformen aufzuzeigen. UniSwap tauscht Token im Direktverhältnis gegen Ether (ETH). Praktisch läuft dieser Prozess über zwei Tauschvorgänge ab, was die Gebühren erhöht und Wertverluste bedingen kann. Allein für einen Tauschvorgang von Token A nach Token B führt UniSwap zwei Tauschvorgänge (Token A in ETH, ETH in Token B) durch, was die Gebühren verdoppelt.

Curve verfolgt hier einen komplett anderen Ansatz. Der Tausch einer digitalen Währung erfolgt immer direkt in einen Stablecoin. Das ermöglicht besonders günstige Gebühren von nur 0,04 Prozent. Um diese niedrige Rate halten zu können greift Curve im Hintergrund auf mehrere Liquiditätspools zurück. Ein Algorithmus wählt dann immer den Pool mit der günstigsten Rate aus. Diese Pools basieren wiederum auf Smart Contracts, die von Liquiditätsgebern gefüllt werden. Im Gegenzug generieren sie eine Rendite aus Ausschüttungen von den anfallenden Handelsgebühren. Ziel von Curve Finance ist es, diese Pools immer im Gleichgewicht zu halten. Dies wird vorrangig durch finanzielle Anreize geschafft. Deutlich wird dies an folgendem Beispiel.

Liquiditätsausgleich und Funktionsweise der Pools

Angenommen ein Pool besteht aus je 500 Einheiten Tether (USDT) und 500 Einheiten des USD Coins (USDC). Tauscht nun ein Händler 200 Einheiten USDT gegen 200 Einheiten USDC enthält der Pool 700 USDT und 300 USDC. Das Protokoll von Curve erkennt nun ein Ungleichgewicht und versucht dieses auszugleichen. Bevor nun Liquidität aus anderen Pools umgeschichtet wird, bietet Curve den Liquiditätsgebern finanzielle Anreize, den Pool wieder auszugleichen. Das System hinterlegt automatisch einen solchen Anreiz in den Smart Contract. Dadurch lassen sich ungleiche Pools innerhalb weniger Augenblicke wieder korrigieren.

Derzeit bietet Curve sieben Liquiditätspools an, von denen vier reine Kreditpools sind. Compound, PAX, Y und BUSD ermöglichen die Herausgabe von Krediten, wodurch sich Liquiditätsgeber neben der Beteiligung an den Handelsgebühren auch Renditen sichern können. Gleichermaßen weisen diese Pools aber auch ein höheres Verlustrisiko auf. Mit REN und sBTC hat Curve auch zwei auf Bitcoin (BTC) basierende Liquiditätspools im Portfolio, die vollständig tokenisiert wurden. Die bekannten yPools (yDAI, yUSDT, yUSDC, …) bieten in der Regel die besten Renditechancen, sind aber aufgrund ihrer übergreifenden Protokolle risikoreicher. Die noch verbleibenden cPools umfassen Assets, die sich ausschließlich auf der Plattform von Curve Finance handeln lassen.

Anleger sollten sich jedoch bewusst sein, dass Curve bei den meisten seiner Pools auf Protokolle anderer DeFi-Projekte und Kryptowährungen zurückgreift. Sollten die Gas-Kosten steigen, verteilt Curve die Liquidität auf mehrere Pools um. Dadurch können die möglichen Erträge kurz- oder langfristig auf ein niedriges Niveau sinken. Curve versucht daher ständig den Pool mit den höchsten Erträgen auszumachen. Auf langfristige Sicht ist das bislang immer gelungen, kurzfristig drohen Anlegern dagegen unrentable Geschäfte.

Curve Finance – So steht es um die Sicherheit

Als einer von vielen neuen Handelsplätzen im Zuge des DeFi-Hypes stellt sich schnell die Frage nach der Sicherheit der neuen Plattform. In diesem Punkt geht Curve Finance transparent mit seinen Kunden um. Das Unternehmen ließ die sensiblen Bereiche seiner Infrastruktur durch die externen Sicherheitsexperten von Trail of Bits prüfen. Trail of Bits untersuchten den Swapping– und Integrationsmechanismus und fassten ihre Ergebnisse in einem Bericht zusammen, welcher von Curve Finance veröffentlicht wurde. Demnach gilt die Handelsplattform nach aktuellen Standards als sicher und wies eine sehr gute Codequalität auf. Dennoch kann es natürlich immer zu Manipulationen in Smart Contracts oder Phishing-Versuchen kommen, daher ist wie immer dennoch Vorsicht geboten.

Der Governance Token CRV

Curve ist eine dezentrale autonome Organisation (DAO) mit dem eigenen Governance Token CRV. Der Token berechtigt zur Teilnahme an systemweiten Abstimmungen. Liquiditätsgeber erhalten – abhängig von der Höhe der bereitgestellten Liquidität – die Token ausgezahlt. Eine initiale Aufgabe in Form eines Initial Coin Offerings (ICO) gab es nicht. Stattdessen erfolgte eine Ausgabe von zunächst 2 Millionen CRV pro Tag. Insgesamt verteilen die Entwickler 3 Milliarden CRV, deren Aufteilung gemäß einem Schlüssel erfolgt. Etwa 61 Prozent gehen dabei beispielsweise an Liquiditätsanbieter, 3 Prozent verbleiben im Besitz der Entwickler. Der Token lässt sich unter anderem bei Binance, UniSwap, Kraken und OKEx handeln.

Curve Finance (CRV) Chart
Der bisherige Kursverlauf des CRV Tokens (Quelle)

Die größte Auswahl an Handelspaaren bieten folgende Exchanges:

Binance
  • CRV/USDT
  • CRV/BTC
  • CRV/BNB
  • CRV/BUSD
Kraken
  • CRV/USD
  • CRV/EUR
  • CRV/ETH
  • CRV/XBT

Die Rolle von Curve in der DeFi-Welt

Curve Finance gilt heute als eines der erfolgreichsten DeFi-Projekte. Die Entwickler hinter dem Projekt haben eine Vielzahl von Protokollen in ihre Pools vereint. Derzeit bindet Curve nach Untersuchungen der DeFi-Experten von DeFi Pulse Kapital in Höhe von über 1,2 Milliarden US-Dollar. Damit rangiert das Projekt in den Top-3 der größten DeFi-Projekte. Es besteht eine enge Partnerschaft mit vielen Protokollbetreibern, wie etwa Synthetix. Der Unterschied zu vielen anderen dezentralen Exchanges (DEX) ist der spezielle Algorithmus von Curve. Während andere Börsen den Fokus auf traditionellen Order-Handel legen, führt bei Curve Finance ein Automated Market Maker (AMM) die Handelsprozesse.

Zusammenfassung: Curve Finance bringt Stablecoins in die DeFi-Welt

Die Entwickler hinter Curve Finance hatten den Anspruch bei der Entwicklung einer eigenen DeFi-Plattform einen völlig neuen Ansatz zu verfolgen. Während der große Konkurrent UniSwap beispielsweise eine Order über zwei einzelne Transaktionen abwickelt, tauscht Curve die Token direkt in einen Stablecoin. Im Hintergrund greift das Protokoll von Curve auf mehrere Liquiditätspools zurück. Diese binden verschiedene Stablecoins in Smart Contracts und stellen die Liquidität bei Bedarf zur Verfügung.

Heute gilt Curve als eines der führenden DeFi-Projekte und bindet derzeit mehr als 1,2 Milliarden US-Dollar an Kapital. DeFi Pulse führte Curve praktisch seit Gründung auf den vorderen plätzen ihres DeFi-Rankings. Viele Anleger schätzen die günstigen Handelsgebühren (derzeit nur 0,04 %) und den schnellen und praktisch verlustfreien Transaktionsaustausch. Curve ist einer der größten Partner der Exchange Huobi und Teil der Global DeFi Alliance.

Über Jens Kerkmann

Jens interessierte sich bereits während seines Studiums im Bereich Wirtschaftsinformatik für die Themen Kryptowährungen und Blockchain-Technologie. Bis heute begleitet ihn die Materie in seinem Alltag und Berufsleben und er ist als Autor für Ratgeberartikel und Nachrichten aus dem Blockchain- und Digitalisierungsumfeld tätig.

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