PayPal könnte Bitcoin-Adaption vorantreiben

Übersicht:

  • PayPal hat Blockchain-Ingenieure eingestellt
  • Handel von Krypton über PayPal bald möglich
  • Einfluss auf Bitcoin-Adaption erwartet

Aus verschiedenen Medienberichten geht hervor, dass PayPal die Integration von Bitcoin und anderen Kryptowährungen plant. Zahlreiche Stellenausschreibungen verdeutlichen die Intentionen des US-amerikanischen Zahlungsdienstleisters. Sollte das Unternehmen wirklich Bitcoin integrieren, könnte dies die Krypto-Adaption vorantreiben.

325 Millionen potenzielle Nutzer für Bitcoin?

PayPal hat in den vergangenen Jahren von der Digitalisierung profitiert. So integrieren immer mehr Endnutzer Ihre Kreditkarten und Girokonten im zentralen PayPal-Account, um sicher und einfach im Internet zu bezahlen. Bereits mit der Tochter Venmo hat das Unternehmen einen ersten Schritt in eine neue Richtung unternommen und den Faktor soziales Netzwerk mit dem klassischen Geschäftsmodell kombiniert.
Kryptowährungen sind dahingegen ein komplett neues Gebiet für das Unternehmen. Zwar können Anleger PayPal bei einigen Brokern und CFD-Anbietern verwenden, um Kapital auf das Verrechnungskonto einzuzahlen, doch direkte Käufe von Kryptowährungen waren bisher nicht möglich. Dies könnte sich allerdings im Laufe der kommenden Wochen oder Monate ändern.
Wie eine gut informierte Quelle anmerkte, sollen in Zukunft Käufe und Verkäufe von Kryptowährungen direkt über die App-Interfaces von PayPal und Venmo funktionieren. Das bedeutet auch, dass die Apps eine integrierte Wallet erhalten, welche mit mehreren Handelsplätz verknüpft werden. Durch eine Integration zahlreicher Handelsplätze lässt sich die Liquidität stark erhöhen.

Neue Krypto-Funktionen bereits in drei Monaten

Eine weitere Quelle bestätigte die Meldung und merkt an, dass die integrierten Wallets bereits im Laufe der kommenden drei Monate erscheinen sollen. Allerdings hat PayPal noch nicht auf die Rückfragen der Medien reagiert und somit weder ein Dementi noch eine Bestätigung kommuniziert.
Laut den Quellen seien Bitstamp und Coinbase zwei der Handelsplattformen, die mit PayPal kooperieren könnten. Doch auch die beiden Unternehmen haben bisher nicht auf etwaige Fragen reagiert, sodass wir auch hier über keine weiteren Informationen verfügen. Allerdings erscheint uns eine Kooperation mit Coinbase durchaus logisch, denn die beiden Unternehmen haben eine Partnerschaft, die bis ins Jahr 2016 zurückgreift. Außerdem führte Coinbase im Jahr 2018 eine neue Funktion für Investoren ein. Mithilfe dieser neuen Funktion konnten die Nutzer direkte Auszahlungen an PayPal vornehmen. Nur kurze Zeit nach den US-Kunden folgten auch die Kunden aus Kanada.

Großes Interesse am Krypto-Handel

Das Interesse von PayPal an diesem Geschäftsfeld ist nachvollziehbar – immerhin verdienen Unternehmen mit einem kryptobasierten Geschäftsmodell inzwischen Geld. Auch Square, das von Jack Dorsey gegründete FinTech-Unicorn, welches insbesondere für seine Cash App bekannt ist, konnte mit seinen Krypto-Geschäften bereits Geld verdienen. Erst im letzten Bericht gab das Unternehmen bekannt, dass es rund 306 Millionen US-Dollar durch seine Bitcoin-Geschäfte verdienen konnte.
Auch das aus London stammende FinTech Revolut ist ein perfektes Beispiel für das große Interesse der Marktteilnehmer. So konnte sich das Unternehmen bereits im Jahr 2017 eine Partnerschaft mit Bitstamp sichern. Inzwischen hat das Unternehmen eine weitere Finanzierungsrunde über 500 Millionen US-Dollar erfolgreich abgeschlossen. Inzwischen liegt die der Wert des Unternehmens bei 5,5 Milliarden US-Dollar.
Neben Square und Revolut ist auch Robinhood ein passendes Beispiel für die positiven Auswirkungen des Krypto-Tradings auf das eigene Geschäft. Neben einem steigenden Interesse der Marktteilnehmer ergibt sich auch ein weiterer Einkommensstrom. Außerdem würde diese zusätzliche Einnahmequelle auch in die Planung des PayPal CEO Dan Schulman passen. Dieser gab in seinem Ausblick für 2020 zu verstehen, dass das Unternehmen den Fokus auf die Monetarisierung von Venmo legen wird.

Jobausschreibungen als weiteres Indiz

Insgesamt erscheint eine Integration einer Wallet als sinnvoll, denn Paypal und seine Tochter Venmo könnten von den neuen Kunden profitieren und so ihre eigenen Gewinne erhöhen. Allerdings gibt es noch weitere Hinweise die zeigen, dass sich der Konzern wohl intensiver mit der Entiwcklung einer passenden Funktionalität beschäftigt.
So schrieb das Unternehmen zu Beginn des Jahres acht neue Stellen für den Aufbau einer Blockchain Research Group aus. Im Rahmen dieser Stellenausschreibung gab es jeweils vier Blockchain-Ingenieursstellen in San Jose und Singapur. Außerdem hat PayPal mit seiner Beteiligung an Libra bereits im vergangenen Jahr verdeutlicht, dass das Management an die Blockchain-Technologie als Zukunftslösung glaubt. Inzwischen könnte das Unternehmen den Fokus auch auf den Aufbau eigener Kompetenz legen, um in Zukunft im Markt mitzumischen.
Außerdem bestätigte Sri Shivananda, CTO von PayPal, dass das Unternehmen seine eigenen Erfahrungen mit der neuen Technologie sammeln will. Hierbei müsse die neue Technologie aber einen Beitrag zur Entwicklung einer offenen, digitalen Plattform beitragen.

Fazit: PayPal auf dem Weg zum Wallet-Betreiber?

PayPal und Kryptowährungen – dies könnte eine vollkommen neue Ära in der weiteren Entwicklung des Unternehmens sein. Bereits die Konkurrenz zeigt eindrucksvoll, dass Kryptowährungshandel eine wirklich lukrative Sparte sein kann. Allerdings muss PayPal neben der gleichnamigen App auch Venmo, die neue Payment-App weiterentwickeln. Nichtsdestotrotz würde diese Vorgehensweise perfekt zu den bisherigen Ankündigungen des Jahres 2020 passen.
Besonders spannend ist das riesige Markt, den PayPal mit seinem Service erreicht. So verfügt das Unternehmen laut Statista über rund 325 Millionen aktive Kunden. Sollten diese nun einen barrierefreien Zugang zu Bitcoin und Co. erhalten, könnte dies das weitere Wachstum von BTC maßgeblich beeinflussen.



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