Grayscale investiert in mehr als nur Bitcoin

Übersicht:

  • Grayscale investiert im großen Stil in BTC und ETH
  • Trusts erfreuen sich großer Beliebtheit bei institutionellen Anlegern
  • Grayscale nennt erstmals konkrete Zahlen

Der Kryptovermögensverwalter Grayscale sorgt in diesem Jahr für Furore. Um das große Interesse seiner institutionellen Kunden gerecht zu werden, kauft Grayscale im großen Stil neu geschürfte Coins. Diese sind notwendig, um die eigenen Krypto-Fonds zu decken. In der jüngeren Vergangenheit haben sich findige Nutzer in Foren und auf Reddit die Aktivitäten des Vermögensverwalters genauer angeschaut. Nun äußerte sich das Unternehmen selbst zu dem Thema. Demnach entfielen allein 22 Prozent sämtlicher Investitionen von Grayscale auf die digitale Transferwährung Ether der Ethereum-Plattform. Das aggressive Vorgehen lässt auf immer mehr Institutionen schließen, die in Kryptowährungen investieren wollen.

Grayscale kauft massenhaft BTC und ETH

Rayhaneh Sharif-Askary, Direktorin für Investor Relations bei dem amerikanischen Vermögensverwalter Grayscale, sprach in einem Podcast über das Interesse durch institutionelle Anleger. Sie nannte zudem konkrete Zahlen, die der Vermögensverwalter in diesem Jahr auf dem Markt investierte, um seine Fonds mit Kryptowährungen zu decken. Grayscale bietet seinen ausschließlich institutionellen Kunden über sogenannte Trusts (Investmentfonds) Anlageoptionen, um in den Kryptomarkt zu investieren. Dadurch bietet sich Banken, Finanzinstitutionen und Kreditgebern die Möglichkeit, in ein bekanntes Anlageobjekt zu investieren, ohne sich um die notwendige Infrastruktur kümmern zu müssen.

In dem Podcast Coinscrum Markets gab Sharif-Askary nun bekannt, dass Grayscale nicht nur Bitcoins in großen Mengen erworben hat. Etwa 22 Prozent der gesamten Investitionssumme wechselten für neu geschürfte ETH den Besitzer. Das sind in Zahlen ausgedrückt rund 110 Millionen US-Dollar, was erneut die enormen Investitionen von Grayscale unterstreicht. Rayhaneh Sharif-Askary berichtet zudem von einer interessanten Beobachtung, die Grayscale bei seinen Kunden aufgefallen ist. So beginnen die institutionellen Anleger bereits mit der Diversifizierung ihres Depots. Etwa 38 Prozent aller Kunden haben bereits in mehr als einen Trust investiert. Das sei ein Anstieg von 9 Prozent in den vergangenen 12 Monaten.

Den größten Teil der Investitionssumme nehmen mit über 390 Millionen US-Dollar gekaufte Bitcoin-Münzen ein. Der Bitcoin Trust umfasst inzwischen ein Gesamtvermögen von 3,2 Milliarden US-Dollar. Damit entfällt 2 Prozent der gesamten Marktkapitalisierung der führenden Kryptowährung auf den amerikanischen Vermögensverwalter. Seit einigen Monaten lässt sich ein starkes Interesse von Banken an Kryptowährungen beobachten. Vor allem die schnelle Erholung des Kryptomarktes in der Corona-Krise dürfte viele institutionelle Anleger beeindruckt haben. Allein im ersten Quartal dieses Jahres flossen im Durchschnitt mehr als 30 Millionen US-Dollar pro Woche in den BTC Trust des Vermögensverwalters.

Ethereum Trust zieht Anleger an

Der im Podcast genannte Drang zur Diversifizierung zeigt sich in den blanken Zahlen des Ethereum Trusts. Seit Jahresbeginn ist der Trust um 800 Prozent gestiegen, was frühzeitigen Investoren große Renditen gebracht haben dürfte. Sharif-Askary erklärt das steigende Interesse mit dem Wunsch der Inflationsabsicherung. So suchen vor allem amerikanische Banken nach einer Möglichkeit, um sich im Falle einer Inflation infolge der US-Geldpolitik abzusichern. Insbesondere der bekanntermaßen auf 21 Millionen Coins gedeckelte Bitcoin könnte im Falle einer Inflation als sicherer Hafen dienen. Gemäß Sharif-Askarys Ausführungen sei bei Grayscale nie zuvor eine solche Nachfrage nach den Krypto-Fonds zu beobachten gewesen.

„Aus einer Grenzperspektive haben COVID-19 und insbesondere die politischen Implikationen wirklich die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass Bitcoin als Wertaufbewahrungsmittel angesehen wird. […] Institutionelle Anleger gehen durch unsere Produkte aktive Long-Positionen in digitalen Vermögenswerten ein, und zwar deshalb, weil sie nach einem Vermögenswert suchen, der knapp ist und der als Inflationsabsicherung in einer Welt verwendet werden kann, in der wir mit einem beispiellosen monetären Stimulus konfrontiert sind.“ – Rayhaneh Sharif-Askary

Das steckt hinter Grayscale

Grayscale ist ein im Jahr 2013 gegründeter Vermögensverwalter. Gründer ist der Kryptopionier Barry Silbert. Heute verwaltet das amerikanische Unternehmen durch Kryptowährungen gedeckte Investmentfonds in Milliardenhöhe. Bereits frühzeitig hatte Barry Silbert erkannt, dass es für institutionelle Anleger kaum geeignete Investitionsmöglichkeiten gab. Grayscale verfolgt daher das Ziel, Banken und Finanzinstituten aus den klassischen Aktien- und Derivatenmärkten bekannte Anlagemöglichkeiten in Form von Trusts zu bieten. Das Angebot von Grayscale umfasst Krypto-Fonds auf eine Vielzahl von Kryptowährungen. Zu den beliebtesten Anlagemöglichkeiten gehören der Bitcoin Trust, der Bitcoin Cash Trust und der Ethereum Trust.

Fazit: Grayscale beeindruckt mit unglaublichen Zahlen

Der amerikanische Vermögensverwalter Grayscale zählt zu den wichtigsten Adressen für institutionelle Anleger, die in Kryptowährungen investieren wollen. Das Unternehmen bietet seinen Kunden Krypto-Trusts an, welche in Form von Aktien ausgegeben werden. Die Fonds selbst sind durch physische Krpyptowährungen gedeckt. Um das enorme Interesse von Banken, Finanzinstituten und Kreditgebern bedienen zu können, erwarb Grayscale zuletzt große Mengen an Kryptowährungen.

In einem Podcast bestätige Grayscale nun die von Nutzern errechneten Zahlen aus der jüngeren Vergangenheit. Demnach erwarb der Vermögensverwalter neu geschürfte ETH im Wert von 110 Millionen US-Dollar. Zudem vermuten auch die Verantwortlichen bei Grayscale, dass die Banken Ether, Bitcoin und Co als Absicherung im Falle einer Inflation infolge der Geldpolitik als Resultat der Corona-Krise verwenden. Mittlerweile haben zudem fast 40 Prozent der institutionellen Kunden ihr Kryptoportfolio bei Grayscale diversifiziert.



Über den Autor

Jens interessierte sich bereits während seines Studiums im Bereich Wirtschaftsinformatik für die Themen Kryptowährungen und Blockchain-Technologie. Bis heute begleitet ihn die Materie in seinem Alltag und Berufsleben und er ist als Autor für Ratgeberartikel und Nachrichten aus dem Blockchain- und Digitalisierungsumfeld tätig.

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