XRP mit steigenden Kursen und neuen Whales

Überblick: 

  • XRP-Kurs steigt um rund 37 Prozent
  • Ripple verzeichnet 30 neue Whales
  • Steht XRP vor einer weiteren Rallye?

Immer wenn sich der Kryptomarkt im Aufwind befindet, lässt sich eine erhöhte Aktivität der sogenannten Kryptowale (engl. Whales) beobachten. Auch derzeit bewegen sie wieder enorme Mengen an Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH) und Ripple (XRP). Allein in den letzten 24 Stunden transferierten die Großanleger über 150 Millionen XRP. Auch die Anzahl der XRP-Konten mit mehr als einer Million XRP nahm zuletzt deutlich zu. Allgemein befindet sich die Kryptowährung für Banken im Aufwind. Zuletzt legte der XRP-Kurs um rund 30 Prozent zu. Wir erklären, was hinter den Aktivitäten der Whales steckt.

Wal-Scanner verzeichnen erhöhte Aktivitäten der Großanleger

Auf Reddit und Twitter berichten sogenannte Whale Scanner über die Bewegungen vermögender Großanleger. Der auf Twitter bekannte Account „Whale Alert“ publizierte beispielsweise eine Transaktion über 33.129.911 XRP (circa 7,45 Millionen US-Dollar). In dem Fall handelte es sich jedoch nicht um einen unbekannten Anleger, sondern um Ripple selbst. Die Ripple Foundation sendete diese Summe am 28. Juli 2020 an ihr OTC Wallet. Die Foundation kommentierte diese Tranaktion bislang nicht. Gerüchteweise könnten die XRP an einen institutionellen Partner verkauft worden sein. Diese Transaktion war nur ein Teil des derzeit steigenden Transaktionsaufkommens. XRP im Wert eines mittleren zweistelligen Millionenbetrags wechselten innerhalb von 24 Stunden die Wallets der Anleger.

Ripple erlebt derzeit eine Hausse, welche den Kurs der nach Marktkapitalisierung drittgrößten Kryptowährung um rund 37 Prozent ansteigen ließ. Erst kürzlich eroberte Ripple den dritten Platz in der Top-10 der nach Marktkapitalisierung größten Kryptowährungen von Tether (USDT) zurück. Die meisten der registrierten Transfers größeren Ausmaßes wurden von Wallets vorgenommen, die zum Zeitpunkt des Versands bereits ein Saldo von über 10 Millionen XRP aufwiesen. Innerhalb des letzten Tages stieg der XRP-Kurs um 1,13 Prozent, innerhalb einer Woche sogar um fast 20 Prozent. Der Anstieg sorgte für 30 neue Ripple Whales, also Großanleger, die mindestens 1 Million XRP halten. Insgesamt gibt es zum Zeitpunkt des Artikels laut der Forscher von Santiment 843 XRP-Wale – Anfang Juni waren es noch 814.

Barry Eichengreen: Hyperinflation könnte Anleger in Krypto treiben

In einem Podcast mit David Schwartz, CTO von Ripple, offenbarte der Wirtschaftswissenschaftler und Professor Barry Green seine Sicht der aktuellen Lage. Gemäß seiner Einschätzung könnte eine drohende Hyperinflation etliche Anleger in Kryptowährungen treiben. Demnach könnten wir uns derzeit erst am Anfang einer neuen Kryptorallye befinden:

„Einige Leute glauben, dass eine erhöhte Liquidität auf dem Markt zu einer Hyperinflation führen wird und suchen nach Anlagemöglichkeiten, die den Wert erhalten können, wenn die Dollarpreise in die Höhe schnellen. Gold gilt traditionell als eine sichere Wette, während digitale Vermögenswerte zunehmend als neue Inflationsabsicherung angesehen werden“

Nachhaltiges Wachstum oder Korrelation zum Bitcoin?

Nach dem signifikanten Ausbruch auf 0,25 US-Dollar stellt sich die Frage, ob XRP nun vor weiteren Kurssteigerungen steht. Das Handelsvolumen ist insgesamt allerdings eher rückläufig. Wichtige Widerstände warten bei Kursen um 0,28 US-Dollar und 0,30 US-Dollar auf die Bullen. Bis zum All Time High bei 0,35 US-Dollar blicken die Bullen gemäß technischer Analysen jedoch auf recht wenig Unterstützungsniveaus zurück. Grundsätzlich deuten die Transaktionen von Whales immer auf einen regen Handel hin. Im Falle des derzeitigen Ripple Runs könnte allerdings eher eine Korrelation zum analog steigenden Bitcoin bestehen.

In den Hauptzahlungskorridoren XRP/AUD, XRP/PHP, XRP/MXN und XRP/EUR ist derzeit weniger Liquidität zu verzeichnen als noch zuletzt. Anfang Juli lag das Handelsniveau in diesen Paaren deutlich über den derzeitigen Stand. Dies muss jedoch nicht bedeuten, dass der derzeitige Run bereits seine Grenze erreicht hat. Vielmehr ist es ein Indikator, dass der steigende Kurs mit dem ebenfalls steigendem Kryptomarkt in Verbindung steht. In der Regel bedeutet dies jedoch kein nachhaltiges Kurswachstum.

Nicht nur Ripple Whales aktiv – Die Wahl-Saison scheint eröffnet

In der Geschichte der Kryptowährungen nehmen die Wale eine wichtige Rolle ein. Und das nicht erst seitdem legendären „Bärenwal“. In den Anfängen des damals noch jungen Bitcoins beschreibt dieses Ereignis eine massive Sell-Order eines einzigen Verkäufers, der den Kurs der führenden Kryptowährung über Stunden bei genau 300 US-Dollar festsetzte. Auch heute deuten die zum Teil riesigen Transaktionen der vermögenden Anleger auf Veränderungen in den Märkten hin. Neben Ripple transferieren auch die Bitcoin- und Ethereum-Wale derzeit große Mengen aus ihren Wallets in Richtung Börsen. Während der Bitcoin nach langer Zeit die 11.000 US-Dollar-Marke knackte, wechselten in kürzester Zeit rund 27.300 BTC den Besitzer. In den meisten Fällen wurden die BTC allerdings von Börsen auf unbekannte Adressen verschickt. Ein ähnliches Bild zeichnet sich zudem bei den vermögenden Ether-Besitzern ab.

Die Transaktionen deuten darauf hin, dass die Wale ihre Gewinne abschöpfen. Aber auch in Richtung der Börsen beobachtete „Whale Alert“ steigende Aktivitäten. So wurden zwei Transaktionen über 145.900 ETH gemeldet. Ein Unbekannter sendete eine der beiden Transaktionen erst kürzlich an die große Exchange Binance. Eine zweite Transaktion dieses Wals lief dagegen in eine unbekannte Richtung. Ein anderer Whale schickte zudem 65.583 ETH an den digitalen Finanzdienstleister NEXO.

Zusammenfassung: Ripple verzeichnet Kurssteigerungen und erhöhte Aktivität der Wale

Analog zum kürzlichen Anstieg des XRP-Kurses stieg auch die Aktivität der sogenannten Whales an. Damit sind Großanleger gemeint, welche ein besonders hohes Vermögen einer oder mehrerer Kryptowährungen besitzen. Die Transaktionen dieser Wale werden besonders unter die Lupe genommen, da sie häufig auf Bewegungen in den Märkten hindeuten. Im Falle Ripples sind durch die steigenden Kurse und dem großen Interesse an der Kryptowährung rund 30 neue Whales hinzugekommen.

Erhöhte Aktivitäten der Großanleger allein sind allerdings kein sicherer Indikator für anstehende Kurssteigerungen. Im Falle von XRP zeigt sich zudem, dass der bisherige oder ein eventuell zukünftiger Kursanstieg nicht zwangsläufig auch nachhaltig ist. Dazu fehlen hohe Niveau im Handelsvolumen und in den wichtigen Trading-Pairs. Nichtsdestotrotz könnte der allgemeine Aufschwung im Markt auch Ripple noch weiter nach oben hieven.



Über den Autor

Jens interessierte sich bereits während seines Studiums im Bereich Wirtschaftsinformatik für die Themen Kryptowährungen und Blockchain-Technologie. Bis heute begleitet ihn die Materie in seinem Alltag und Berufsleben und er ist als Autor für Ratgeberartikel und Nachrichten aus dem Blockchain- und Digitalisierungsumfeld tätig.

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