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Steuern auf Bitcoin & Co. – Scholz und die Ampelregierung

Seit vergangenem Mittwoch, 24. November 2021, steht der Koalitionsvertrag der wahrscheinlich neuen Bundesregierung. Demnach wird wohl Olaf Scholz der neue Bundeskanzler. Doch wie steht die neue „Ampelkoalition“ in Führung von Herrn Scholz zur Thematik Blockchain und Kryptowährungen? Welche Auswirkungen könnten sich für Anleger mit der neuen Regierungsbildung ergeben?

Wird sich Deutschland als Blockchain-Standort etablieren, oder sind die Sorgen rund um digitale, alternative Geldsysteme in Deutschland und Europa zu groß? Der folgende Artikel soll einen Einblick in diese Themenfelder geben und mögliche Trends aufzeigen.

Olaf Scholz‘ Meinung zu Kryptowährungen

Olaf Scholz, der in der zurückliegenden Legislaturperiode als Finanzminister agierte, wird aller Voraussicht nach neuer Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Doch wie steht der baldige neue Regierungschef zu den Themen Blockchain und Kryptowährungen? Bereits im September 2018 äußerte Scholz im Rahmen eines Bürgerdialogs seine Zweifel daran, dass die Blockchain-Technologie das klassische Währungssystem ersetzen wird:

„Ob das als Währungsmodell eine Perspektive hat, würde ich heute bezweifeln.“

Bei seiner Rede verdeutlicht er, dass er nicht für die nächsten 20 oder 30 Jahre sprechen möchte, sondern meint, dass die dafür nötigen Rechenkapazitäten so energieintensiv und teuer seien, dass dies wohl kaum funktionieren könne. Mit Blick auf die historische Spekulationsblase rund um Tulpen meinte er:

„Und die Gefahr ist groß, dass es so eine Tulpeninflation wird.“

Da haben Sie sich wohl verschätzt, Herr Scholz

Mit den im Jahr 2018 geäußerten Vorstellungen hat sich Scholz aber womöglich verschätzt. Klar ist der Energiebedarf für den Bitcoin-Betrieb enorm, doch zeigen andere Blockchain-Projekte mit alternativen Konsensmechanismen, dass die Funktionalität auch ökologisch garantiert werden kann.

Des Weiteren zeigt sich, dass eine Blase bei Kryptowährungen eher unwahrscheinlich ist. Seit jeher erklären Kritiker der Technologie diese Blase als vorhanden, doch passiert ist bisher nichts. Wobei das so auch nicht genau stimmt, denn der Bitcoin steigt und steigt. Und bei jedem neuen Allzeithoch wurde wieder davon gesprochen, dass die Bitcoin-Blase platzt. Nach jeder Konsolidierungsphase schoss der Bitcoin aber wieder in unvorstellbare Höhen. Tatsächlich sind es wohl eher andere Blasen, die uns volkswirtschaftlich begleiten, weshalb der monetäre Zustrom in ein dezentrales und meist deflationäres alternatives Geld- und Kapitalanlagesystem wohl eher noch weiter zunehmen wird.

Das Ende der Steuerfreiheit

Ein Niedergang der Kryptowährungen oder das Platzen einer Blase scheint außerdem in weiter Ferne, wenn nun mehr und mehr von Regulierungen des Kryptomarktes die Rede ist. So plant die österreichische Bundesregierung wohl schon bald eine Besteuerung von Kursgewinnen, die mit Kryptowährungen erzielt wurden.

Aktuell gilt der Verkauf von Kryptowährungen in Deutschland (nach Maßgabe der §§ 22, 23 EStG) als privates Veräußerungsgeschäfts. Wer also seine Coins für ein Jahr hält, kann diese steuerfrei veräußern. Lending und Staking hingegen fallen nach aktueller Rechtslage unter sonstige Einkünfte (§ 22 Nr. 3 EStG) und sind – neben einer Freigrenze von 256 Euro – daher steuerpflichtig.

Doch die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass die deutsche Bundesregierung dem österreichischen Vorbild folgen wird. Die Überlegungen sehen vor, dass Gewinne und Veräußerungen aus dem Bereich Kryptowährungen mit der Kapitalertragssteuer belastet werden. Diese liegt in Deutschland aktuell bei 25% (26,375% mit Solidaritätszuschlag) bzw. knapp 28% bei kirchenangehörigen Steuerpflichtigen.

Fazit: Das Geld könnte gut gebraucht werden!

Tatsache ist, dass die neue Bundesregierung das Geld aus einer solchen Besteuerung von Kryptowährungen gut gebrauchen könnte. Wer den neuen Koalitionsvertrag kennt, weiß, dass die Regierung viele Investitionen plant und gleichermaßen für die breite Masse die Steuern nicht erhöht werden sollen. Da ist es naheliegend, dass der Staat am stetig wachsendem Kryptomarkt anteilig partizipieren möchte. Doch bis es tatsächlich zu derartigen Entscheidungen kommt und neue Gesetzte verabschiedet werden, kann es womöglich eine ganze Legislaturperiode dauern. Wenn du also noch an steuerfreien Gewinnen aus Kryptowährungen interessiert bist, solltest du am besten bald investieren. Wir erklären im Detail, wie man Kryptowährungen kaufen kann.

Und abschließend sei gesagt: Eine Regulierung wird für den Markt zwar die Nachteile der Besteuerung mit sich bringen. Andererseits werden die Sicherheiten größer, die Volatilität sinkt und die Adaption steigt. All das wird dem Kryptomarkt auch zuträglich sein und die Akzeptanz in der Gesellschaft deutlich verbessern.

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Über Josef

Absoluter Blockchain Enthusiast. Überzeugt davon, dass die Blockchain DIE neue technologische Revolution begründet. Mit der richtigen Nutzung kann die Blockchain ein Demokratietreiber sein, Transparenz im Finanzwesen liefern, dem Endnutzer die Macht über seine Daten zurückgeben und z.B. Wahlen fälschungssicher online stattfinden lassen.

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Ein Gedanke zu „Steuern auf Bitcoin & Co. – Scholz und die Ampelregierung“

  1. Peinlich, wie sich ein Finanzminster und angehender Bundeskanzler im Jahr 2021 noch immer des völlig absurden Tulpenzwiebelvergleichs bedient!
    Im Gegensatz zu beliebig vermehrbaren Tulpenzwiebeln handelt es sich beim Bitcoin um ein extrem knappes Gut (also um das Gegenteil von inflationär) mit einzigartigen Eigenschaften.

    Warum fokussieren sich deutsche Politiker stets auf Risiken und Besteuerungsmöglichkeiten, statt die enormen, mit Kryptowährungen verbundenen CHANCEN auszuloten?
    – Der BTC lässt sich auf einer fälschungssicheren, transparenten Blockchain in wenigen min. um die Welt senden, auch in Handy-Wallets von Menschen, die kein Bankkonto besitzen!
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    – Um sich zu informieren, sollten Politiker den Dialog mit kryptoaffinen Menschen suchen! Hier noch ein eigener Kommentar: https://steemit.com/hive-146118/@jaki01/e-mail-bezueglich-bitcoin-und-blockchain-an-deutsche-politiker

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