Was wissen wir über den Cryptopia-Hack?


Am 14. Januar 2019 gegen 22:55 deutscher Zeit veröffentlichte Cryptopia über Twitter eine Meldungen, dass unerwartete Wartungsarbeiten eingetreten sind und die Handelsplattform vorübergehend nicht erreichbar sei.

Am Folgetag wurde dann der Community bekannt gegeben, dass es sich um einen schwerwiegenden Hacker-Angriff gehandelt haben soll.

Seitdem ist die Börsenplattform offline und nur noch die (weniger hilfreichen) Dokumentations-Webseiten sind für die Geschädigten erreichbar.

Doch was wissen wir sonst noch über den Vorfall?

Laut eigenen Angaben hat Cryptopia den Vorfall sofort bei der zuständigen Kriminalbehörde Neuseelands gemeldet.

In einem Statement spricht die New Zealand Police (NZP) von “unautorisierten Transaktionen”, die auf der Handelsplattform stattgefunden haben sollen.

Es ist die Rede von “signifikanten Summen” an Token, die die Hacker im Zeitraum des 13.-14. Januars 2019 ausgezahlt haben könnten.

In einem kürzlich veröffentlichten Schreiben gibt die NZP an, dass sie sich mit internationalen Behörden zusammengetan hat und auf weiterführende Hilfe aus der Krypto-Community hofft.

Demnach hat Cryptopia einer vollständigen Kooperation mit den Behörden zugestimmt und unterstützt die Ermittler so gut es geht.

Doch nicht nur das Cryptopia Management reagiert. Auch die Teams betroffener Kryptowährungen haben nach dem Vorfall erste Maßnahmen eingeleitet.

Einer der am stärksten betroffenen Coins ist Mothership (MSP). Von den insgesamt 140 Millionen existierenden Token befanden sich mindestens 32 Millionen auf der Cryptopia Börse.

Als sofortige Reaktion auf den Hack setzte sich das Team mit anderen Handelsplattformen, die MSP-Token Trading-Paare anbieten, auseinander, um die gestohlenen Token zu brandmarken und das Auszahlen der Coins zu verhindern.

Später informierte Mothership die Community, dass aufgrund der hohen Anzahl der gestohlenen Token ein Coin-Swap erfolgen wird.

Benutzer, die noch im Besitz ihrer MSP Token sind, können diese ganz einfach auf der offiziellen Mothership-Börse einzahlen. Die Coins werden automatisch mit den neuen Token ausgetauscht.

Benutzer, die ihre Token auf der Cryptopia Börse gelagert haben, müssen diese manuell beanspruchen.

In ihrer offiziellen Stellungnahme verlinkt das Mothership Team auf ein Formular, das betroffene Anleger dafür ausfüllen sollen.

Das Formular finden sie unter diesem Link.

In Zusammenarbeit mit Cryptopia erhofft sich Mothership somit den Großteil des angerichteten Schadens neutralisieren zu können.

Ausblick

Der Hack zeigt wieder einmal, wie folgenschwer ein leichtfertiger Umgang mit den eigenen Kryptowährungen für Anleger sein kann. Die Wahl einer regulierten Handelsplattform, oder das Verwahren der Coins in einem sicheren Hardware Wallet ist elementar wichtig.

Falls Sie Informationen haben, die bei den Ermittlungen zu dem Hack hilfreich sein könnten, können Sie diese der NZP unter folgender Mailadresse mitteilen: crypto@police.govt.nz

Für alle anderen Betroffenen gibt es momentan nur die Möglichkeit abzuwarten und zu hoffen, dass auch weitere Projekte einen Token Swap einleiten, der ihnen ermöglicht wieder an ihre Token zu gelangen.

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